Moldau wirft Russland eine Verletzung seines Luftraums durch Drohnen vor. Es sei der dritte derartige Vorfall innerhalb von neun Tagen, teilt das Innenministerium in Chisinau mit. Der Luftraum des Landes wird daraufhin für gut eine Stunde geschlossen. Die pro-westliche Regierung wirft Moskau Einschüchterung vor. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. (Reuters)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
Inmitten schwieriger Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine empfängt Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Montag in Paris. Die beiden Staatschefs wollten sich über die Bedingungen für einen dauerhaften und gerechten Frieden und den dazu vorliegenden amerikanischen Plan austauschen, teilte der Élysée-Palast. Außerdem gehe es um die militärischen Garantien, mit der die in der sogenannten Koalition der Willigen vereinten Unterstützerländer der Ukraine eine Friedenslösung absichern wollen. (Reuters)
In Südafrika sind vier Männer wegen des Verdachts, für Russland im Ukraine-Krieg kämpfen zu wollen, festgenommen worden. Die Männer seien am Freitag am Flughafen in Johannesburg aufgehalten worden, teilt die Polizei mit. Nach südafrikanischem Recht ist es Bürgern untersagt, ohne Genehmigung ausländischen Regierungen militärische Hilfe zu leisten oder in ausländischen Armeen zu kämpfen.
Eine erste Untersuchung habe ergeben, dass eine südafrikanische Frau die Reise und Rekrutierung der Männer für das russische Militär ermöglicht habe, teilt die Polizei weiter mit. Vor Wochen hatte es bereits Berichte gegeben, dass 17 Südafrikaner in der Ukraine festsitzen, nachdem sie mit lukrativen Versprechungen für Söldnertruppen angeheuert worden sein sollen. Am Freitag hatte eine Tochter des früheren südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma ihr Parlamentsmandat wegen des Vorwurfs der Söldner-Rekrutierung für Russland aufgegeben. (Reuters)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sein Team für Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskrieges in die USA entsandt. Das Team mit Delegationsleiter Rustem Umjerow sei bereits auf dem Weg. Es müssten rasch und substanziell die notwendigen Schritte zur Beendigung des Krieges ausgearbeitet werden, teilte Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit. Er ernannte nach dem Rücktritt seines Bürochefs Andrij Jermak per Dekret Umjerow, den Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine und Ex-Verteidigungsminister, zum neuen Verhandlungsführer.
Umjerow teilte mit, dass er in den USA um die nächsten Schritte für einen gerechten und dauerhaften Frieden ringen wolle. Er hatte in diesem Jahr auch schon mehrfach mit russischen Vertretern in Istanbul verhandelt, Ergebnisse waren unter anderem Austausche von Gefangenen und getöteten Soldaten. Er soll später erneut Gespräche mit der russischen Seite führen. (dpa)
Ein Tanker der russischen Schattenflotte ist nach Angaben des türkischen Verkehrsministeriums am Samstag zum zweiten Mal binnen weniger Stunden mit unbemannten Wasserfahrzeugen angegriffen worden. Die „Virat“ habe dabei leichte Schäden erlitten, sei aber in einem stabilen Zustand und die Besatzung sei wohlauf.
Der Vorfall habe sich am Morgen vor der türkischen Schwarzmeerküste ereignet, nachdem das Schiff bereits am späten Freitagabend ein erstes Mal angegriffen worden sei. Zudem dauerten den Angaben zufolge die Lösch- und Kühlarbeiten auf einem weiteren Tanker an, der im Schwarzen Meer nach einer Explosion in Brand geraten war. 25 Besatzungsmitglieder seien von der 274 Meter langen „Kairos“ evakuiert worden.
Am Freitag hatte die Türkei erklärt, die „Kairos“ sei auf dem Weg zum russischen Hafen Noworossijsk gewesen, als sie vor der türkischen Küste eine „externe Einwirkung“ gemeldet habe, die ein Feuer verursacht habe. Wer für die Vorfälle verantwortlich war, ist unklar. Sowohl die „Kairos“ als auch die „Virat“ unterliegen LSEG-Daten zufolge Sanktionen, die gegen Russland wegen dessen Krieg gegen die Ukraine verhängt wurden. (Reuters)
Die tschechische Initiative „Geschenk für Putin“ kauft keine Flamingo-Marschflugkörper mehr vom ukrainischen Waffenhersteller Fire Point. Grund seien Verbindungen zu dem jüngsten Korruptionsskandal in der Ukraine, berichtet das ukrainische Nachrichtenportal „Kyiv Independent“ unter Berufung auf tschechische Medienberichte.
„Wir haben das Geld sehr schnell gesammelt, aber es kamen ernsthafte Zweifel auf, dass es nicht für das Produkt verwendet werden würde, für das die Sammlung durchgeführt wurde“, sagte Dalibor Dědek, einer der Leiter der Initiative, dem tschechischen Nachristenportal „Idnes“. Der Tagesspiegel hatte über die Sammelaktion berichtet. Die Entscheidung, den Raketenkauf zu stoppen, fiel demnach, nachdem Dědek neue Informationen vom ukrainischen Militärgeheimdienst HUR erhalten hatte.
Ein weiterer Leiter der Initiative, Martin Ondráček, bestätigte gegenüber „Idnes“ die Bedenken: „Wir verstehen, dass es eine gewisse Zurückhaltung gibt, Geld für diese bestimmte Rakete auszugeben, da der begründete Verdacht besteht, dass der Hersteller mit Personen aus dem Umfeld von Andriy Yermak in Verbindung steht.“
Die Nachricht folgt auf Durchsuchungen beim Leiter des Präsidialamtes, Andrij Jermak, durch das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU). Präsident Wolodymyr Selenskyj gab am Abend Yermaks Rücktritt bekannt. Die Organisation sucht nun nach alternativen Waffenherstellern. (Tsp)
Im Schwarzen Meer gibt es Betreiberangaben zufolge nach einem ukrainischen Drohnenangriff Probleme bei einer Ölverladestation. Das Kaspische Pipeline-Konsortium (CPC) teilte mit, es habe seinen Betrieb an einem wichtigen Ölterminal am Schwarzen Meer eingestellt. Ein Ankerpunkt sei durch den Angriff mit Marinedrohnen erheblich beschädigt worden. „Der weitere Betrieb des Ankerpunkts 2 ist nicht möglich.“
Bei dem Angriff wurde nach Angaben des Konsortiums niemand vom Personal oder von Vertragspartnern verletzt. Zum Zeitpunkt der Explosion habe das Notfallsystem die entsprechenden Pipelines abgeschaltet. Vorläufigen Berichten zufolge sei kein Öl ins Schwarze Meer gelangt. Das internationale Konsortium wickelt mehr als ein Prozent des weltweiten Öls ab. Es exportiert hauptsächlich Öl aus Kasachstan über Russland und den Schwarzmeer-Terminal. (Reuters)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: