Eine ukrainische Delegation wird nach Angaben eines eingeweihten Vertreters am Wochenende zu Gesprächen über den US-Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs in die USA reisen. „Die Delegation plant ein Treffen mit der amerikanischen Seite am Ende dieser Woche“, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von dem hochrangigen Vertreter. Die Gespräche könnten demnach im US-Bundesstaat Florida stattfinden. (dpa)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
US-Außenminister Marco Rubio wird Insidern zufolge das Nato-Außenministertreffen kommende Woche in Brüssel nicht besuchen. Stattdessen werde der stellvertretende Außenminister Christopher Landau die USA vertreten, sagten zwei US-Vertreter, die namentlich nicht genannt werden wollen. Die ungewöhnliche Abwesenheit erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt der Ukraine-Verhandlungen. Die Gründe für Rubios Absage des Treffens am 3. Dezember waren zunächst unklar. (Reuters)
Moskau hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zu ihrer Liste „unerwünschter“ Organisationen hinzugefügt und der Gruppe mit Sitz in New York so die Arbeit in Russland verboten. Der Kreml begründete seine Entscheidung am Freitag nicht. Damit ist es den russischen Behörden nun erlaubt, Mitarbeiter der Organisation oder Menschen, die Geld an sie spenden, strafrechtlich zu verfolgen.
Die Leiterin der Abteilung von Human Rights Watch für Europa und Zentralasien, Tanja Lokschina, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Organisation werde nun „noch härter“ arbeiten, „um das harte Vorgehen des Kreml gegen die russische Zivilgesellschaft offenzulegen und über russische Verbrechen in der Ukraine zu berichten.“ Sie sei „nicht überrascht“ über die Ausweisung als „unerwünschte“ Organisation, fügte Lokschina hinzu.
Moskau hatte Human Rights Watch gemeinsam mit dutzenden weiteren Organisationen bereits kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine im Februar 2022 aus dem Land verbannt. Human Rights Watch veröffentlicht Berichte über Verbrechen von Armeen und Regierungen weltweit und hat den russischen Krieg in der Ukraine wiederholt verurteilt. Die Organisationen wirft der russischen Armee in der Ukraine eine „Litanei von Verbrechen“ vor. Moskau weist die Vorwürfe zurück.
Human Rights Watch reiht sich mit seiner Ausweisung als „unerwünscht“ in eine lange Liste ausländischer Organisationen ein, die in Russland verboten sind. Unter anderem betrifft das die Tierschutzorganisation World Wildlife Fund, die Umweltorganisation Greenpeace und die Stiftung des britischen Pop-Stars Elton John, die sich dem Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids widmet. (AFP)
Zwei Tanker der russischen Schattenflotte sind am Freitag im Schwarzen Meer nahe der Bosporusstraße von Explosionen erschüttert worden. An Bord der brennenden Schiffe befanden sich 45 Besatzungsmitglieder, die gerettet worden seien, teilten türkische Behörden mit. Der 274 Meter lange Tanker „Kairos“ meldete demnach einen externen Aufprall 28 Seemeilen (etwa 52 Kilometer) vor der türkischen Küste, der ein Feuer verursachte. Die 25 Besatzungsmitglieder wurden von Rettungsschiffen in Sicherheit gebracht.
Ein zweiter Tanker, die „Virat“, wurde 35 Seemeilen vor der Küste getroffen. Im Maschinenraum wurde starker Rauch festgestellt, die 20 Personen an Bord seien jedoch wohlauf, teilte die türkische Schifffahrtsbehörde mit.
Der Schiffsverkehr durch die Bosporusstraße wurde nicht unterbrochen. Beide Schiffe stehen LSEG-Daten zufolge auf der Sanktionsliste gegen Russland nach dessen Einmarsch in die Ukraine 2022.
Die unter der Flagge des westafrikanischen Staates Gambia fahrende „Kairos“ war auf dem Weg von Ägypten zum russischen Hafen Noworossijsk. Die Schifffahrtsagentur Tribeca teilte mit, das Schiff könnte eine Mine getroffen haben und drohe zu sinken. In den vergangenen Jahren kam es im Schwarzen Meer wiederholt zu Zwischenfällen mit Minen, einige wurden treibend gefunden. (Reuters)
Nach vorangegangenen Einschränkungen hat die russische Telekommunikationsbehörde Roskomnadsor nun mit der vollständigen Sperrung von Whatsapp in Russland gedroht. Falls der Messengerdienst die Anforderungen der russischen Gesetzgebung nicht erfülle, werde er blockiert, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass eine Mitteilung von Roskomnadsor.
Schon in der Vergangenheit argumentierte die Behörde bei Einschränkungen, dass Kriminelle Whatsapp für Erpressung, Betrug und eine Verwicklung russischer Bürger in Sabotageakte nutzten.
Ausländische Messenger sollen ersetzt werdenAnrufe über Whatsapp und Telegram sind in Russland schon länger eingeschränkt, und der verschlüsselte Dienst Signal und der Messenger Viber wurden bereits 2024 blockiert. Ausländische Messenger sollen durch die vom Staat bevorzugte App Max ersetzt werden, bei der Kritiker einen Zugriff der Behörden auf Daten befürchten. (dpa)
In der russischen Region Belgorod ist nach Behördenangaben eine Frau bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden. Bei dem Einschlag in ein Privathaus im Dorf Dragunskoje sei außerdem ein Fünfjähriger verletzt worden, schrieb der Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram. Es gebe mehrere Brände. (dpa)
Erstmals seit den 1990er Jahren hat Schweden eine Kriegsübung unter Beteiligung des Königs, der Kronprinzessin, der Armee und von Abgeordneten abgehalten - und eine Erklärung dazu auch auf Russisch veröffentlicht. „Vor allem angesichts der aktuellen Sicherheitslage ist es wichtig, gemeinsame Übungen durchzuführen“, erklärte Regierungschef Ulf Kristersson am Freitag. „Schritt für Schritt und Übung für Übung verstärken wir die totale Verteidigung und Widerstandsfähigkeit Schwedens“, fügte er hinzu.
Bei der Übung seien Sicherheitsmaßnahmen für den Kriegsfall und eine Situation, in der ein Kriegsrisiko bestehe, durchgespielt worden. Schweden wolle für Bedrohungen aus dem In- und Ausland gewappnet sein, hieß es weiter in der Erklärung. Auf deren schwedische Version folgt eine russische.
Russland stellt nach Angaben des schwedischen Geheimdienstes und des Verteidigungsministeriums die größte Sicherheitsbedrohung für das Land dar. Stockholm hatte wie Finnland aufgrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine seine jahrzehntelange militärische Bündnisfreiheit aufgegeben und trat im vergangenen Jahr der Nato bei. Wie viele weitere europäische Länder rüstet Schweden auf: In den kommenden zehn Jahren will Stockholm 300 Milliarden Kronen (27 Milliarden Euro) für Verteidigung aufgeben. (AFP)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: