Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf Russland sind nach Behördenangaben mindestens fünf Insassen eines Busses getötet worden. Bei den Toten durch den Angriff am Montag in der Grenzregion Belgorod handle es sich um vier Frauen und ein Kind, teilte der dortige Gouverneur Alexander Schumajew mit. Ferner seien 23 Menschen verletzt worden. (AFP)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:

Die Ukraine hat in der Nacht Russland mit Hunderten Drohnen angegriffen. Der Gouverneur des Moskauer Gebiets, Andrej Worobjow, schrieb bei Telegram von zehn Verletzten in verschiedenen Städten, Bränden und Schäden.
Allein in der rund 40 Kilometer südlich von Moskau gelegenen Stadt Domodedowo gab es Worobjow zufolge sieben Verletzte. In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die eine große schwarze Rauchsäule von einem Öldepot aufsteigend zeigen sollen. Der russische Online-Versandhändler Wildberries teilte mit, dass ein Logistikzentrum in Koledino nahe Podolsk aus Sicherheitsgründen evakuiert worden sei. Der Betrieb sei aber wieder aufgenommen worden.
Das russische Verteidigungsministerium teilte am Morgen mit, dass in der Nacht 381 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und der Schwarzmeer-Halbinsel Krim abgewehrt worden seien. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin schrieb zuvor bei Telegram von mehr als 400 Drohnen, die seit dem Abend in Richtung der Region Moskau geflogen seien. Ein Großteil davon sei weit vor Moskau abgeschossen worden. Unabhängig überprüfbar sind die Angaben nicht. (dpa)

Mehr als 400 „feindliche Drohnen“ sind nach russischen Angaben in der Nacht zu Montag auf die Region der Hauptstadt Moskau zugeflogen. „Die meisten“ von ihnen seien in größerer Entfernung „neutralisiert“ worden, erklärte Moskau Bürgermeister Sergej Sobjanin auf der staatlichen Online-Plattform Max.
Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete zudem, dass sechs Menschen in der Region Moskau mit Explosionsverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden seien. Drei von ihnen seien Ausländer, meldete die Agentur unter Berufung auf Krankenhausangaben. Zunächst war unklar, ob die Verletzungen mit den Drohnenangriffen in Zusammenhang standen. (AFP)

Bei einem russischen Luftangriff auf das südostukrainische Gebiet Saporischschja sind in der gleichnamigen Gebietshauptstadt mindestens zwei Menschen getötet worden. Mindestens 42 weitere wurden bei dem Angriff verletzt, darunter auch acht Kinder, wie der ukrainische Rettungsdienst in der Nacht auf Telegram mitteilte.
Ukrainischen Medienberichten zufolge hatte das russische Militär die Stadt mit Lenkbomben angegriffen. Dabei sei ein fünfstöckiges Wohngebäude getroffen worden. Zwei Stockwerke des Hauses wurden demnach vollständig zerstört. (dpa)

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Nordkorea für die Unterstützung von Moskaus Krieg in der Ukraine gedankt. Er wolle sich „noch einmal“ für die von Pjöngjang erhaltene Unterstützung für Russlands „Spezialoperation“ bedanken, sagte Putin am Sonntag bei einem Treffen mit Nordkoreas Außenministerin Choe Son Hui in Moskau laut einem vom Kreml veröffentlichten Video.
Die „heldenhaften Taten“ der nordkoreanischen Soldaten würden „niemals vergessen“. Sie würden „genauso geehrt wie unsere Landsleute“, fügte Putin hinzu. Bei der Gelegenheit pries der Kreml-Chef zudem das gegenseitige Verständnis, das mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un aufgebaut worden sei. (AFP)
Bei einem russischen Raketenangriff auf ein türkisches Frachtschiff sind nach ukrainischen Angaben fünf Besatzungsmitglieder getötet worden. Die ukrainische Marine erklärte am Sonntag, Russland habe die „Golden Leo“ mit drei Marschflugkörpern beschossen, als der Frachter dabei gewesen sei, „das Kampfgebiet“ zu verlassen. Fünf Besatzungsmitglieder würden noch vermisst, acht Menschen seien in ein Krankenhaus der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer gebracht worden. (AFP)
Der russische Oppositionspolitiker und Kriegsgegner Boris Nadeschdin verzichtet auf eine Kandidatur bei den Parlamentswahlen im September. „Meine Möglichkeiten, in Russland auf legalem Wege Oppositionspolitik zu betreiben, sind ausgeschöpft“, schrieb der kürzlich zu einer Geldstrafe verurteilte Nadeschdin am Sonntag im Onlinedienst Telegram. Er sei „zum Schweigen gebracht“ und „aus der Politik gedrängt“ worden.
„Ich bin nicht bereit, all jene in Gefahr zu bringen, die mich unterstützen und an meinem Wahlkampf teilgenommen haben“, schrieb der 63-Jährige weiter. „Wir werden nicht bei der Wahlkommission die aberhunderten Unterschriften überreichen, die wir gesammelt haben.“
Nadeschdin ist einer der wenigen Politiker in Russland, die es wagen, Präsident Wladimir Putin und die russische Offensive gegen die Ukraine offen zu kritisieren. Er war am Freitag wegen eines weiterverbreiteten Videos mit einem Bild des verstorbenen Kreml-Gegners Alexej Nawalny zu einer Geldstrafe verurteilt worden, der Vorwurf lautete Zurschaustellung „extremistischer Symbole“. Nawalny und seine Organisationen gelten in Russland als „extremistisch“. (AFP)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: