Drohnen mit ukrainischer Technologie sollen in einer Fabrik in den USA hergestellt werden. „Wir werden eine große Fabrik in den USA bauen“, sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem auf der Plattform X veröffentlichten Interview mit der rechtsgerichteten US-Bloggerin Laura Loomer. Ein mit den USA getroffenes Drohnen-Abkommen sei ein Gewinn für beide Seiten. Aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen in Washington heißt es jedoch, die Einzelheiten des Abkommens würden noch ausgearbeitet. (Reuters)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
Die Regierung in Wien hat sich gegen einen schnellen Beitritt der Ukraine in die Europäische Union ausgesprochen. Europaministerin Claudia Bauer von der konservativen ÖVP übte dabei auch Kritik an Präsident Wolodymyr Selenskyj. „Der ukrainische Präsident ist meinem Eindruck nach in den letzten Monaten häufiger dadurch aufgefallen, dass er der EU am liebsten ein Beitrittsdatum diktieren möchte“, sagte Bauer der „Welt am Sonntag“. „Ein Turbo-Beitritt auf Antrag – das geht natürlich nicht.“
Man habe die Pflicht, die Aufnahmefähigkeit der EU sorgfältig zu bedenken, führte sie aus. „Ein Beitritt der Ukraine mit 39 Millionen Menschen und einer komplett anders ausgeprägten Agrarstruktur würde die EU maßgeblich verändern.“ Zudem warnte sie vor einer „Zweiklassen-Gesellschaft“ bei der Aufnahme. „Alle Beitrittskandidaten – auch die Ukraine – müssen dieselben Regeln befolgen und sich einen Beitritt durch Leistung verdienen.“
Die EU hatte die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine Mitte Juni dieses Jahres begonnen. Mit dem ersten Verhandlungsabschnitt werden Gespräche über Themen wie das Justizsystem, den Grundwerteschutz und Sicherheit begonnen. Für einen Beitritt sind in der Ukraine aber noch zahlreiche Reformen,zum Beispiel bei der KKorruptionsbekämpfung, erforderlich.
Selenskyj hatte Anfang des Jahres einen EU-Beitritt schon 2027 gefordert, ungeachtet teils verbreiteter Skepsis in europäischen Staaten. In Brüssel rechnen viele EU-Beamte aber nicht mit einem Beitritt vor Mitte des nächsten Jahrzehnts und definitiv auch nicht vor einem Ende des russischen Angriffskrieges. Bundeskanzler Friedrich Merz, der eine schnelle Aufnahme in die EU ebenfalls für ausgeschlossen hält, schlug deswegen jüngst einen Sonderstatus für die Übergangszeit vor. Dieser könnte der Ukraine etwa eine Teilnahme an EU-Gipfeln und Ministerräten eermöglichen – allerdings ohne Stimmrecht. (dpa)
Bei einem russischen Drohnenangriff in Sumy im Norden der Ukraine sind Behördenangaben zufolge mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei dem Angriff auf ein Postamt seien zwei Männer getötet worden, erklärte der Leiter der Militärverwaltung der Stadt, Serhij Krywoscheenko, am Samstag. Zwei weitere Männer seien zudem leicht verletzt worden. In Saporischschja im Süden der Ukraine wurde ein Mann bei einem „feindlichen Angriff“ verletzt, wie der Leiter der Militärverwaltung, Iwan Fedorow, mitteilte.
Die Angriffe erfolgten einen Tag, nachdem bei russischen Angriffen in der Ukraine mindestens 15 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden waren. Nach Angaben ukrainischer Behörden starben alleine zehn Menschen bei einem Raketenangriff auf eine Veranstaltung der Rüstungsbranche nahe Kyjiw. (AFP)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die ukrainische Bevölkerung vor einem neuen massiven russischen Raketenschlag gewarnt. „Dieser Schlag kann bereits heute stattfinden. Nach vorläufigen Informationen soll er innerhalb der nächsten 48 Stunden erfolgen“, sagte der Staatschef in einer am Abend veröffentlichten Videoansprache. Er forderte die Ukrainer auf, Luftalarme nicht zu ignorieren. (dpa)
Lettland hat wegen eines Angriffs auf die ostukrainische Stadt Slowjansk, bei dem sein Honorarkonsulat beschädigt wurde, den russischen Geschäftsträger einbestellt. Bei dem Angriff seien zwei Mitarbeiter des Konsulats verletzt worden, teilt das lettische Außenministerium mit. Honorarkonsul Oleksandr Pavenko sei unverletzt geblieben. Das Ministerium habe der russischen Botschaft zudem eine Protestnote überreicht. Darin verurteile Lettland den Angriff auf Slowjansk und die Beschädigung des Konsulatsgebäudes aufs Schärfste. (Reuters)
US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wollen sich am Dienstag (28. Juli) in Washington treffen. Trump empfange Selenskyj im Weißen Haus statt, teilte das US-Präsidialamt mit. (Reuters)
Bei einem russischen Raketenangriff in der ukrainischen Hauptstadt-Region Kyjiw sind mindestens zehn Menschen getötet und fast 100 weitere Menschen verletzt worden. Der Angriff mit einer ballistischen Rakete traf demnach ein Gelände, auf dem eine Veranstaltung der Rüstungsindustrie stattfand, wie ukrainische Behörden und Branchenvertreter am Freitag mitteilten.
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram, ein Rettungseinsatz in der Region Kiew sei im Gange. Er nannte das genaue Ziel des Angriffs nicht, fügte jedoch hinzu, dass Untersuchungen zur Klärung des Vorfalls liefen.
Dem kommissarischen Gouverneur der Region Kiew, Ruslan Olijnyk, zufolge traf die Rakete laut ersten Erkenntnissen ein privates Übungsgelände, auf dem Veranstaltungen stattfanden. Der ukrainische Branchenverband Rat der Rüstungsindustrie teilte mit, dass Vertreter der Branche vor Ort gewesen seien. (Reuters)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: