Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk wurden nach Angaben des Gouverneurs der Region drei Menschen getötet und drei weitere verletzt. Die Angreifer hätten Bomben auf die Stadt abgeworfen, teilt Wadym Filaschkin über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Kramatorsk gehört zum ukrainischen „Festungsgürtel“ und gilt als wichtiges Ziel beim langsamen Vormarsch der Invasionstruppen in der Region Donezk. (Reuters)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ruft das Parlament zur raschen Verabschiedung wichtiger Gesetze auf, um eine Haushaltskrise abzuwenden. Die Reformen seien entscheidend für den EU-Beitritt und die Freigabe von Hilfsgeldern, erklärt er. Wegen eines langsamen Gesetzgebungsprozesses hat die Ukraine zuletzt Fristen verpasst, um Milliarden von ihren wichtigsten Geldgebern abzurufen. Der externe Finanzierungsbedarf des Landes liegt in diesem Jahr bei 52 Milliarden Dollar. (Reuters)
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff muss die russische Ölraffinerie Nowo-Ufimsk Insidern zufolge eine ihrer größten Rohöldestillationsanlagen abschalten. Der Angriff habe ein Feuer an der Anlage ausgelöst, die für etwa 28 Prozent der Gesamtkapazität der Raffinerie stehe, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen.
Der Gouverneur der Republik Baschkortostan, Radij Chabirow, teilt mit, mehrere ukrainische Drohnen seien in der Nähe von Ölraffinerien in der Stadt Ufa abgeschossen worden. Trümmerteile seien in ein Industriegebiet gefallen. Den Namen der betroffenen Raffinerie nennt er nicht. (Reuters)
Das russische Militär hat die Ukraine am Karfreitag bei einem schweren Luftangriff mit Raketen und Drohnen überzogen. „Hunderte Shahed-Kampfdrohnen und Dutzende Raketen gegen unsere Städte und Gemeinden“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken nach einem Telefonat mit Papst Leo XIV.
Selenskyj erklärte, so sehe die russische Antwort auf sein Angebot zu einer Waffenruhe über Ostern aus. Allerdings feiern die Kirchen in der Ukraine wie in Russland Ostern nach orthodoxem Kalender erst kommende Woche am 12. April.
Im Umland der Hauptstadt Kiew wurde nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt. Durch die Angriffe am helllichten Tag kam es nach Auskunft der örtlichen Stromversorger auch zu Stromausfällen in der Dreimillionenstadt Kiew und anderen Gebieten. Zuvor war wegen der Gefahr durch russische Raketen und Drohnen im ganzen Land Luftalarm ausgelöst worden.
Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte das russische Militär über Nacht und tagsüber mehr als 500 Drohnen und 37 Raketen unterschiedlichen Typs ein. Demnach wurde der Großteil der Flugkörper rechtzeitig abgefangen. Dennoch habe es an 20 Orten Einschläge gegeben. Als Vorsichtsmaßnahme ließ die polnische Armee zudem einer Mitteilung zufolge eigene Abfangjäger aufsteigen. Verletzungen des polnischen Luftraums habe es jedoch nicht gegeben. (dpa)
Die russischen Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft fallen im März im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 617 Milliarden Rubel (7,72 Milliarden Dollar). Dies geht aus Daten des Finanzministeriums hervor, die den Rückgang mit niedrigeren Ölpreisen und einem stärkeren Rubel begründen.
Gegenüber dem Vormonat steigen die Einnahmen jedoch an. Da die Zahlen auf der Produktion im Februar basieren und damit vor dem durch den US-israelischen Krieg im Iran ausgelösten Ölpreisanstieg liegen, wird ab April wieder mit wachsenden Erlösen gerechnet. Die Einnahmen sind entscheidend für den russischen Staatshaushalt, der angesichts hoher Militärausgaben ein massives Defizit aufweist. (Reuters)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Vorschläge zu territorialen Kompromissen mit Russland scharf kritisiert. In einem Interview mit NewsNation erklärte er, Moskau müsse sich zurückziehen und für die entstandenen Schäden aufkommen.
Zugleich betonte Selenskyj, dass Sicherheitsgarantien im Zentrum der Gespräche mit den USA und der Nato stünden. Diese könne die Ukraine vor allem von Washington erhalten.
Nach seinen Worten laufen Forderungen nach „Kompromissen“ faktisch darauf hinaus, dass die Ukraine eigene Gebiete aufgeben soll. Das bezeichnete er als inakzeptabel und fügte hinzu, ein tatsächlicher Kompromiss bestehe vielmehr im Rückzug russischer Truppen.
(Valeriia Semeniuk/Reuters)

Russland und die Ukraine haben ihre Angriffe mit Drohnen und Raketen im März deutlich intensiviert und verlagern den Krieg zunehmend in die Tiefe des gegnerischen Territoriums. Das geht aus einer Analyse der Konfliktforschungsorganisation ACLED hervor, über die Defence Blog berichtet.
Demnach führte Russland im März mehr als 3000 Angriffe durch, nach 2712 im Februar. Besonders hervorgehoben wird eine großangelegte Attacke mit 948 Drohnen innerhalb von zwei Tagen am 23. und 24. März.
Nach Einschätzung der Analysten verfolgt Russland dabei eine mehrstufige Strategie: nächtliche Massenangriffe sollen die ukrainische Luftabwehr erschöpfen, während gezielte Angriffe am Tag entstandene Lücken ausnutzen. Raketen werden demnach gezielt gegen Energieinfrastruktur eingesetzt, um die Verteidigungsfähigkeit weiter zu schwächen.
Auch die Ukraine hat ihre Angriffe deutlich ausgeweitet. Im März wurden laut Analyse mehr als 1400 Angriffe auf russischem Gebiet in 27 Regionen registriert – gegenüber 984 im Januar. Dabei verlagert Kyjiw den Fokus zunehmend von militärischen Zielen nahe der Grenze auf wirtschaftlich relevante Infrastruktur.
So wurden unter anderem Ölanlagen in der Region Leningrad angegriffen, darunter in Primorsk, Ust-Luga und Kirischi. Nach Einschätzung von Experten wurden dadurch zeitweise rund 40 Prozent der russischen Ölexportkapazitäten beeinträchtigt.
Insgesamt deute die Entwicklung darauf hin, dass sich der Krieg weiter verändert: Infrastruktur, Energieversorgung und logistische Knotenpunkte rücken zunehmend in den Mittelpunkt der Angriffe beider Seiten. (Valeriia Semeniuk)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: