Der russische Online-Händler Wildberries teilt mit, in seinem Logistikzentrum in Sarapul in der russischen Oblast Udmurtien sei nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Die Beschäftigten seien zuvor in Sicherheit gebracht worden. Es gebe bislang keine Berichte über mögliche Opfer. Die Lieferungen würden über andere Einrichtungen umgeleitet. Udmurtien liegt weit im russischen Hinterland. (Reuters)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 258 ukrainische Drohnen abgefangen. Diese Zahl umfasst auch die Gebiete in der Ukraine, die unter Kontrolle der russischen Truppen stehen. Wie viele Drohnen die Ukraine abgefeuert hat und wie viele womöglich ihre Ziele getroffen haben, teilt Russland nicht mit. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. (Reuters)
Die Ukraine hat einen der für sie wertvollen westlichen Kampfjets vom Typ F-16 bei der Verteidigung des eigenen Luftraums verloren. Die Maschine sei abgestürzt, als sie feindliche Flugobjekte abfing, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. „Vorläufigen Informationen nach gab es eine Notfallsituation an Bord, der Pilot musste sich per Schleudersitz retten“, heißt es in der Mitteilung. Der Pilot ist demnach wohlauf, am Boden gab es keine Schäden und Opfer.
Unklar ist bisher, ob die Maschine in einen Luftkampf mit russischen Jets verwickelt war oder versuchte, heranfliegende Raketen oder Drohnen abzuwehren. Die Ermittlungen zur Ursache wurden aufgenommen, berichtet der ukrainische „Kyiv Independent“.
Die Ukraine hatte nach langem Werben bei westlichen Partnern 2024 die ersten Kampfjets des Typs F-16 erhalten. Die Flugzeuge werden vor allem bei der Abwehr russischer Drohnen- und Raketenangriffe eingesetzt.
Der Verlust jeder einzelnen F-16 wiegt für Kyjiw schwer, da es sie nicht selbst produzieren kann und bis heute noch nicht alle der rund 80 versprochenen Maschinen in der Ukraine eingetroffen sind. Fünf Maschinen sind bei den riskanten Einsätzen bereits abgestürzt, die erste kurz nach Beginn der Lieferungen. Drei Piloten kamen bislang ums Leben. (dpa, Tsp)
Die Ukraine ist in der Nacht wieder zur Zielscheibe einer massiven Angriffswelle des russischen Militärs geworden, die selbst Städte im weit von der Grenze entfernten Westen des Landes getroffen hat. Um die Flugabwehr zu überlasten, hätten die Angreifer Dutzende Raketen und Marschflugkörper sowie Hunderte Drohnen eingesetzt, berichteten ukrainische Medien am Morgen. Demnach wurde praktisch im ganzen Land Luftalarm ausgelöst. In ersten Meldungen war die Rede von mindestens acht Toten und mehr als 30 Verletzten.
Das Ausmaß der Schäden wurde erst bei Tagesanbruch langsam klar. In einem Vorort der südlichen Stadt Krywyj Rih wurde nach Berichten des „Kyiv Independent“ und der Nachrichtenagentur Ukrinform das Wohnhaus einer Großfamilie von einer Rakete getroffen. Allein dort habe es sechs Tote gegeben, darunter zwei Kinder im Alter von fünf und zwölf Jahren, sowie acht Verletzte.
Aus der Hauptstadt Kyjiw und dem Gebiet Poltawa wurden zwei Todesopfer und ebenfalls zahlreiche Verletzte gemeldet. In Lwiw (früher Lemberg) gebe es 15 Verletzte, hieß es unter Verweis auf Behördenangaben. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Überraschend kam die nächtliche Angriffswelle indes nicht: Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Mittwoch vor einer unmittelbar bevorstehenden schweren Attacke Russlands aus der Luft gewarnt. (dpa)
Im polnischen Luftraum ist nach Armeeangaben in der Nacht ein unbekanntes Objekt entdeckt worden, das Richtung Westen geflogen ist. Später sei die mutmaßliche Absturzstelle des Objekts in der Nähe des Dorfes Tarnawa-Kolonia in der Woiwodschaft Lublin gefunden worden, teilt das operative Kommando der polnischen Streitkräfte auf der Online-Plattform X mit. Zuvor hatte Polen wegen massiver russischer Angriffe auf die Ukraine Kampfflugzeuge aufsteigen lassen. Polen ist Mitglied der Nato sowie der Europäischen Gemeinschaft und grenzt an den Westen der Ukraine. (Reuters)
Die russischen Streitkräfte haben die Ukraine nach Angaben aus Kyjiw mit mehr als 70 Raketen beschossen. Zudem hätten sie mit mehr als 280 Drohnen angegriffen, teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram mit. Sein Land leide weiterhin unter gravierenden Mängeln in seiner Luftverteidigung, erklärt Selenskyj und bittet die internationalen Partner um Hilfe. (Reuters)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einem drohenden „massiven“ russischen Luftangriff in der Nacht auf Donnerstag gewarnt. „Die Russen haben vor einigen Tagen einen massiven Angriff vorbereitet, und es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Angriff heute Nacht ausgeführt wird“, schrieb Selenskyj am Mittwochabend im Kurzbotschaftendienst X. Er rief die Bevölkerung im ganzen Land auf, auf einen möglichen Luftalarm zu achten.
Selenskyj rief zudem die USA und weitere westliche Verbündete der Ukraine dazu auf, Patriot-Luftabwehrraketen zu liefern. Kiew benötigt diese zur Abwehr von russischen Angriffen mit ballistischen Raketen. Am Dienstag hatte Selenskyj in Washington mit US-Präsident Donald Trump über das Patriot-Abwehrsystem gesprochen.
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: