Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Stadt Cherson ist Behördenangaben zufolge ein Mensch getötet worden. Dabei handele es sich um den Fahrer eines Rettungswagens, teilt der Gouverneur der Region, Oleksandr Prokudin, auf Telegram mit. Weitere 19 Personen seien verletzt worden, darunter auch ein Kind. (Reuters)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
Ein Bericht des britischen „Daily Telegraph“ legt nahe, dass es SpaceX-Chef Elon Musk war, der US-Präsident Donald Trump eine Drosselung der Starlink- und Starshield-Systeme in der Ukraine vorgeschlagen hat. Die Zeitung bezieht sich dabei auf vier Quellen. Trump habe dem schließlich zugestimmt.
Öffentlich leugnete Musk dies und betonte, nur das Weiße Haus und das Pentagon könnten eine solche Entscheidung treffen. Als die Drosselung zu schweren Angriffen der Russen auf Kyjiw führten, soll Musk aber kalte Füße bekommen haben.
Laut der Quelle des „Telegraph" solll Musk besorgt über eine mögliche negative Reaktion von SpaceX-Kunden in Europa gewesen. Die Quelle erklärte: „Er twitterte, er sei unschuldig und die US-Regierung sei dafür verantwortlich. Tatsächlich steckten aber beide dahinter.“
Papst Leo XIV. hat Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Telefonat zu einem Waffenstillstand im Süden der Ukraine aufgefordert. Das Oberhaupt der katholischen Kirche habe seine „tiefe Besorgnis“ über die humanitäre Lage in der abgeriegelten Frontstadt Oleschky in der Region Cherson zum Ausdruck gebracht, teilte der Vatikan mit.
Ein Waffenstillstand solle die „Lieferung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sowie die freiwillige und sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung“ ermöglichen. (dpa)
Die US-Regierung hat bestritten, dass US-Präsident Donald Trump die zeitweise Drosselung des Satelliten-Kommunikationsdienstes Starlink in der Ukraine angeordnet hat. „Eine solche Bitte ist vom Präsidenten niemals geäußert worden“, sagte am Freitag ein US-Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, auf die Frage, ob die Anordnung aus dem Weißen Haus gekommen sei. Ob jemand anders im Weißen Haus dies veranlasst haben könnte, ließ er unbeantwortet.
SpaceX-Gründer Elon Musk hatte am Mittwoch wiederum die Trump-Regierung für die Einschränkungen bei der Satellitenkommunikation verantwortlich gemacht. „Alle Begrenzungen bei Geschwindigkeit oder Nutzung werden vom US-Militär und letztlich vom POTUS (Präsidenten der Vereinigten Staaten) entschieden“, erklärte Musk. (Reuters)
Russland hat als Reaktion auf die europäische Unterstützung der Ukraine die Kontrolle über die lokalen Vermögenswerte von vier Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Schweden und Belgien übernommen. Ein entsprechendes Dekret von Präsident Wladimir Putin wurde am Donnerstag veröffentlicht. Betroffen sind der französische Bodenbelagshersteller Tarkett, der schwedische Verpackungshersteller Sverige International Holdings, der belgische Hygieneproduktekonzern Ontex und der deutsche Verpackungshersteller Menshen.
Von dem Unternehmen aus dem Sauerland war am Freitag zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Firma beschäftigt an 14 Standorten in elf Ländern rund 1400 Beschäftigte und erzielte zuletzt einen Umsatz von 200 Millionen Euro. (Reuters)
Die Behörden in Kyjiw haben mit der Installation mobiler Luftschutzbunker an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs begonnen. An einer Bushaltestelle in der ukrainischen Hauptstadt errichtete die Stadtverwaltung einen zeltförmigen Betonschutzraum für Fahrgäste, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Ähnliche Vorrichtungen gibt es auch in Israel, etwa in Sderot.
Die Stadtverwaltung von Kyjiw erklärte, der Schutzraum solle Menschen während Luftalarmen „vorübergehenden Schutz“ bieten. Die Hauptstadt mit drei Millionen Einwohnern plant den Kauf und die Installation von weiteren 14 Schutzräumen. Die Betonblöcke bieten Sitzplätze für bis zu zehn Menschen und Platz für einen Rollstuhl.
Die Pläne wurden jedoch von Nutzern in Onlinediensten und ukrainischen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens als unzureichend kritisiert. „Der erste mobile Schutzraum im fünften Kriegsjahr. Er bietet Platz für zehn Menschen... Bravo – mir fehlen die Worte“, erklärte der Nutzer Iwan Tychenko im Onlinedienst Facebook. (AFP)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die EU-Staats- und Regierungschefs für das kommende Jahr um 70 Milliarden Euro für die Verteidigung gegen Russland gebeten. „Der Krieg wird im nächsten Jahr 155 Milliarden Euro kosten, und wir brauchen von Ihnen mindestens 70 Milliarden Euro für unsere Verteidigung“, sagte Selenskyj beim EU-Gipfel am Freitag in Brüssel. Er bat die EU-Staats- und Regierungschefs, diese Unterstützung zu ermöglichen. (AFP)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: