Die deutsche Wirtschaft könnte sich dank des erhofften Endes des Iran-Kriegs und hoher Staatsausgaben in diesem Jahr etwas besser entwickeln als zuletzt befürchtet. Das Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für dieses Jahr auf 0,8 Prozent leicht angehoben. Auch im kommenden Jahr könnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt demnach um 0,8 Prozent zulegen. Die Nachwirkungen des kriegsbedingten Energiepreisschocks jedoch werden laut Ifo noch lange zu spüren sein: Für dieses Jahr erwartet das Institut eine Inflationsrate von 2,9 Prozent, im nächsten Jahr noch 2,7 Prozent. (dpa)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat alle Nato-Verbündeten aufgefordert, die verabredeten Ziele für die Verteidigungsausgaben zu erreichen. Viele Länder setzten die beim Nato-Gipfel in Den Haag beschlossenen Verpflichtungen um, sagte Hegseth vor einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel am Donnerstag. „Einige müssen noch mehr tun und wir werden darüber offen sprechen“, fügte er hinzu.
Die Nato-Mitgliedstaaten hatten bei ihrem Gipfel in Den Haag im Juni 2025 beschlossen, bis 2035 ihre Verteidigungsausgaben auf mindestens 3,5 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erhöhen sowie zusätzlich 1,5 Prozent des BIP für verteidigungsrelevante Ausgaben vorzuhalten. (AFP)

Die Ukraine hat am Donnerstag den umfangreichsten Drohnenangriff auf Moskau seit Jahren gestartet. Videos in Onlinediensten zeigten große schwarze Rauchsäulen über der Stadt. „Mehrere Drohnen haben es geschafft, MNPZ zu treffen“, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram mit Verweis auf eine große Raffinerie in der russischen Hauptstadt. Seinen Angaben zufolge fing die Luftverteidigung der Hauptstadt über Nacht 180 Drohnen ab.
„Luftverteidigungseinheiten wehren weiterhin einen großangelegten Angriff ab“, fügte Sobjanin hinzu. Dem Bürgermeister zufolge wurden die Straßen in der Nähe der angegriffenen Raffinerie gesperrt. Er machte keine weiteren Angaben zu möglichen Schäden an der Anlage. Russische Medien berichteten jedoch, dass sie in Flammen stand.
Beeinträchtigt war auch der Flugverkehr. Der Flugbetrieb an allen großen Moskauer Flughäfen wurde aus Sicherheitsgründen eingestellt. Dies teilt die russische Luftfahrtbehörde mit. Behörden haben den Abschuss von 180 ukrainischen Drohnen über der Hauptstadt gemeldet. (AFP, Reuters)
Die russische Luftabwehr hat nach Angaben der Regierung in der Nacht 555 ukrainische Drohnen über mehreren Regionen abgefangen und zerstört. Etwa 180 Drohnen im Anflug auf Moskau seien abgeschossen worden, erklärt der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin. Nach Berichten über Drohnenangriffe wurde der Verkehr auf der Moskauer Ringstraße nahe einer Ölraffinerie gestoppt, meldet die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Innenministerium. (Reuters)
Nach Angaben eines Augenzeugens der Nachrichtenagentur Reuters sind Flammen und dicke Rauchwolken im südöstlichen Moskauer Stadtteil Kapotnja zu sehen. Dort befindet sich die Ölraffinerie der russischen Hauptstadt. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilt auf Telegram mit, die russische Luftabwehr habe über 40 anfliegende Drohnen abgeschossen. Mehrere Drohnen hätten die Ölraffinerie erreicht. In einem Moskauer Außenbezirk sei ein Einkaufszentrum durch herabfallende Drohnentrümmer leicht beschädigt worden. Verletzte habe es nicht gegeben. (Reuters)

Nach der Unterstützungszusage der G7-Staaten an die Ukraine ist Kyjiw nach Angaben ukrainischer Behörden erneut von Russland mit Raketen angegriffen worden. In fast der ganzen Ukraine herrschte am frühen Donnerstagmorgen Luftalarm. „Der Feind greift die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an. Bleiben Sie an sicheren Orten, bis der Luftalarm endet!“, schreibt der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, auf Telegram.
Ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters hörte laute Explosionen in Kyjiw. In der Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine ist örtlichen Behörden zufolge eine Person bei einem Drohnenangriff getötet worden. (Reuters)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilt auf Telegram mit, er habe zum Abschluss des G7-Gipfels in Evian mit US-Präsident Donald Trump und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron gesprochen. „Es war ein wichtiges koordinierendes Gespräch, das viel verändern könnte.“
In einem weiteren Beitrag erklärt Selenskyj, er habe in Brüssel auch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte über die Ergebnisse des G7-Gipfels gesprochen. „Die Hauptsache ist, an der Stärkung unserer Verteidigung zu arbeiten und US-Lizenzen für die Produktion von Luftabwehrsystemen zu erhalten“, schreibt Selenskyj. (Reuters)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: