Bei einem russischen Drohnenangriff ist im zentralukrainischen Gebiet Poltawa nach Behördenangaben ein Mensch getötet worden. Zudem wurden drei Menschen verletzt, wie Militärgouverneur Witalij Djakiwnytsch auf Telegram schrieb. Zwei von ihnen, darunter ein elfjähriger Junge, seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Demnach waren Drohnentrümmer abgestürzt. Ein Mehrfamilienhaus sei beschädigt worden. (Reuters)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:

Mehrere Golfstaaten wollen nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit der Ukraine zusammenarbeiten. Es gebe bereits „historische Vereinbarungen“ mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar, sagte Selenskyj nach einer Reise in den Nahen Osten und die Golfregion in seiner abendlichen Videobotschaft. Außerdem arbeite die Ukraine mit Jordanien und Kuwait zusammen. Es gebe weitere Anfragen aus Bahrain und Oman.
Die Ukraine exportiere ihr Verteidigungssystem, die Fähigkeiten ihrer Soldaten und ihr Wissen, sagte Selenskyj weiter. Von diesen Staaten erwarte sie eine entsprechende Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit. Es gebe bereits Vereinbarungen über Möglichkeiten zur Stärkung der Flugabwehr, über eine gemeinsame Entwicklung von Rüstungsproduktion und über Zusammenarbeit im Energiebereich. (dpa)
Ein französisches Gericht hat den Kapitän des vorübergehend festgesetzten Öltankers „Boracay“, der der russischen Schattenflotte zugerechnet wird, in Abwesenheit zu einem Jahr Haft verurteilt. Außerdem verurteilte das Gericht im westfranzösischen Nantes den chinesischen Kapitän zu einer Geldstrafe von 150.000 Euro, wie die Zeitung „Ouest France“ berichtete. Dem Kapitän war vorgeworfen worden, französische Anweisungen nicht befolgt zu haben, als französische Seestreitkräfte den Tanker Ende September vor der bretonischen Küste aufbrachten.
Der Kapitän erschien nicht selbst vor Gericht, sondern ließ sich von einem Anwalt vertreten. Der erklärte, das französische Gericht sei nicht zuständig, da die Marine den Tanker in internationalen Gewässern aufgebracht habe. Dieser Auffassung folgte das Gericht aber nicht.
Der Tanker wird laut Staatsanwaltschaft der russischen Schattenflotte zugerechnet. Damit sind Tanker und Frachtschiffe gemeint, die Russland zum Vermeiden von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt. Im Januar und Ende März brachte Frankreich erneut Ölfrachter auf, die verdächtigt wurden, zur Schattenflotte zu gehören. (dpa)
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat der Ukraine anhaltende Unterstützung aller EU-Partner versichert. „Wir weichen keinen Schritt zurück. Wir stehen voll und ganz an der Seite der Ukraine“, sagt Wadephul nach einem Treffen mit seinem polnischen Kollegen Radoslaw Sikorski in Kreisau. „Hier ist besonders offensichtlich, dass die entschiedene Unterstützung der Ukraine in ihrem Freiheitskampf nicht nur eine sicherheitspolitische Konsequenz ist. Sie ist gleichzeitig die zwingende Konsequenz aus unserer Geschichte“, fügt er hinzu.
Die Ukraine habe angesichts der massiven russischen Angriffe den schwierigsten Winter seit Beginn der russischen Vollinvasion 2022 hinter sich. „Hinzu kommt die Gefahr, dass die Eskalation im Nahen Osten den Fokus der internationalen Unterstützung von der Ukraine ablenkt und die Entwicklung auf den Energiemärkten Russlands in die Hände spielt.“ Deshalb müsse die Antwort der Europäer sehr klar sein. (Reuters)
Die Ukraine ist nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu einer Waffenruhe über die Ostertage bereit. Dies könne eine vollständige Waffenruhe sein oder eine Feuerpause bei Angriffen auf Energieanlagen, sagte er ukrainischen Medien zufolge.
„Eine Waffenruhe für Ernährungssicherheit und Energie, also sowohl auf See als auch in der Luft. Vollständig – damit weder Raketen noch Drohnen fliegen. Keine Angriffe auf die Infrastruktur“, sagte er im Gespräch mit Journalisten. Die Ukraine habe dies vorgeschlagen, Russland solle einen Termin nennen. Noch besser wäre natürlich eine dauerhafte Waffenruhe.
Orthodoxes Ostern am 12. AprilSelenskyj sagte nicht, welche Ostertage er meint. Die orthodoxen Kirchen in der Ukraine wie in Russland feiern das Osterfest in diesem Jahr am 12. April - eine Woche nach den westlichen Kirchen.
In dem seit mehr als vier Jahren dauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine hat es mehrere Versuche gegeben, über Feiertage ein Schweigen der Waffen zu vereinbaren. Meist hatte dies wenig Einfluss auf die Kämpfe. Zuletzt verkündete Russlands Präsident Wladimir Putin 2025 Feuerpausen über Ostern und die Weltkriegsgedenktage im Mai, lehnte aber eine Weihnachts-Waffenruhe ab. (dpa)
Nach dem Absturz ukrainischer Drohnen in Finnland hat Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Telefonat mit seinem finnischen Kollegen Alexander Stubb geführt. „Natürlich haben wir den Drohnenvorfall erwähnt, der sich kürzlich auf dem Territorium Finnlands ereignet hat. Alex und ich sehen die Situation auf gleiche Weise“, schrieb Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Kiew werde alle notwendigen Informationen bereitstellen. (dpa)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Moskau angesichts des durch den Iran-Krieg ausgelösten Anstiegs der weltweiten Ölpreise einen Stopp der gegenseitigen Angriffe auf Energieanlagen vorgeschlagen.
Der ukrainische Staatschef sagte am Montag vor Journalisten., er habe kürzlich „Signale“ von einigen Partnerländern erhalten, „dass wir unsere Angriffe gegen den russischen Ölsektor reduzieren“ sollen.
Die Ukraine hatte in den vergangenen Wochen ihre Luftangriffe auf russische Ölanlagen verstärkt. Russland attackiert im Zuge seines seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieges gegen das Nachbarland immer wieder die ukrainische Energie-Infrastruktur. (AFP)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: