Das Gespräch zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner ist der Nachrichtenagentur RIA zufolge beendet. (Reuters)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
In Moskau haben am Abend die kurzfristig anberaumten neuen Gespräche zum Ukraine-Krieg zwischen Kremlchef Wladimir Putin und den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner begonnen. Putin empfing die beiden Gesandten von US-Präsident Donald Trump im Kreml, wie Staatsmedien meldeten. Putin sagte demnach, dass es um nicht einfach Gespräche gebe. Er übermittelte auch Trump die besten Wünsche.
Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte die zunächst vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj angekündigte Wiederaufnahme von Verhandlungen erst nach Ankunft von Witkoff und Trumps Schwiegersohn Kushner in Moskau bestätigt. Demnach haben die US-Unterhändler neue Vorschläge im Gepäck. Peskow nannte keine Details. Der Kreml will im Anschluss an die Gespräche die Öffentlichkeit informieren.
Putin hat eine dreitägige Waffenruhe für die ukrainische Hauptstadt Kyjiw angeordnet. Sie soll gewährleisten, dass Witkoff und Kushner, die bereits mehrfach in Russland zu Gesprächen waren, erstmals überhaupt auch Kyjiw besuchen können. Der Kremlchef hatte die beiden den ganzen Tag warten lassen. Er nahm eine neue Metro-Linie in Moskau und einen neuen riesigen Ölterminal samt Pipeline in Sibirien per Videoschalte in Betrieb, zudem traf er vor der Parlamentswahl vom 18. bis 20. September auch Spitzenkandidaten der Kremlpartei Geeintes Russland.
Selenskyj bekräftigte indes, dass er die beiden Gesandten Trumps an diesem Sonntag in Kyjiw erwarte. Der ukrainische Präsident bestätigte seine früheren Angaben, nach denen die dreitägige Waffenruhe aus ukrainischer Sicht bereits in Kraft sei. Er hoffe, dass sich auch Putin an seine eigene Ankündigung der Waffenruhe halte. (dpa)
Der russische Präsident Wladimir Putin hat angeordnet, die Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw für drei Tage einzustellen. Putin habe den „Befehl erteilt, Kyjiw ab heute Mitternacht für drei Tage nicht anzugreifen“, zitierte die Nachrichtenagentur Tass am Samstag Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Diese Entscheidung hänge mit der „Vorbereitung und Aufnahme von Kontakten“ mit der in Kyjiw erwarteten US-Delegation zusammen.
Zuvor hatten die russischen Nachrichtenagenturen Ria Nowosti und Tass gemeldet, die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner seien am Samstagmittag in Moskau eingetroffen. Dort sollen sie Kreml-Chef Putin treffen, später wurden sie zu Gesprächen in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw erwartet. Ob sich Russland wirklich an die Feuerpause hält, bleibt abzuwarten. (AFP)
Kurz vor dem erwarteten Besuch von US-Unterhändlern in Kyjiw haben die russischen Streitkräfte nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Flughäfen der Hauptstadt beschossen. Die Flughäfen Schuljany und Boryspil seien demonstrativ zum ersten Mal seit einiger Zeit angegriffen worden, schrieb er in den sozialen Netzwerken.
Selenskyj unterstellte, dass Moskau damit Unsicherheit vor der Anreise der Amerikaner verbreiten wolle. „Die russischen Treffer auf die Airports sind eine Reaktion auf die Diskussionen und die Vorbereitungen darauf, dass die US-Seite mit dem Flugzeug in die Ukraine kommen und am Kyjiwer Flughafen oder in Boryspil landen könnte“, schrieb er. Die Ukraine werde ihre Drohnenangriffe zur Lähmung des russischen Flugverkehrs kommende Woche entsprechend ausrichten, drohte er. (dpa)
Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind offenbar in der russischen Hauptstadt Moskau eingetroffen. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Interfax meldete unter Berufung auf Luftfahrtkreise, ein Flugzeug sei gelandet, das die beiden mutmaßlich transportiert habe.
Treffen werden Witkoff und Kushner zunächst den russischen Präsidentenberater Kirill Dmitrijew, mit dem sie schon in der Vergangenheit mehrfach zusammenkamen – auch im US-Bundesstaat Florida. (Reuters)
Am russisch besetzten AKW Saporischschja im Südosten der Ukraine ist der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge eine Waffenruhe in Kraft getreten. Sie diene dazu, Stromleitungen zu reparieren und die Stromversorgung des Atomkraftwerkes wiederherzustellen, teilte die IAEA mit, die die Lage vor Ort beobachtet. Das Atomkraftwerk ist mit seinen sechs Reaktoren das größte in Europa und steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle.
Seit längerem sind alle Reaktoren abgeschaltet. Das AKW befindet sich damit im sogenannten Kaltabschaltzustand, in dem es aber eine ständige Stromversorgung zur Kühlung der Brennelemente benötigt. Fällt die externe Stromversorgung durch Kampfhandlungen aus, wird das AKW nur durch Notstromaggregate versorgt. Seit dem 20. August ist dies erneut der Fall. Die Dieselreserven des Kraftwerks gingen zur Neige, teilt die IAEA mit. Es drohe innerhalb weniger Tage ein vollständiger Stromausfall, falls die externe Stromversorgung nicht wiederhergestellt oder mehr Dieselkraftstoff zum Standort transportiert werde. (Reuters)
Vor einer US-Vermittlungsmission im Ukraine-Krieg sind vier Menschen im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk durch einen russischen Luftangriff getötet worden. Der Angriff habe einen Industriebetrieb in der Stadt Kamjanske getroffen, teilte Gebietsgouverneur Olexander Hanscha auf Telegram mit. Es habe sechs Verletzte gegeben. Das russische Militär in Moskau sprach von einem Angriff auf ein großes Metallkombinat, das die ukrainische Rüstungsindustrie beliefere.
Einschläge russischer Drohnen wurden in der Nacht erneut auch aus dem Großraum Kyjiw gemeldet. Über Russland hingegen wurden in der Nacht 59 ukrainische Drohnen abgewehrt, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte. Die vergleichsweise niedrige Zahl lässt darauf schließen, dass die Ukraine wie angekündigt eine Feuerpause wegen des Besuchs der US-Vermittler einhält. (dpa)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: