Der Kreml wertet kritische Äußerungen des entlassenen ukrainischen Verteidigungsministers Mychailo Fedorow als Zeichen für einen verschärften politischen Machtkampf in Kyjiw. „Das Kiewer Regime bricht von innen zusammen“, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Fedorow hatte der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, die Ukraine drohe den Krieg gegen Russland langsam zu verlieren. (Reuters).
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:

Wegen Verstößen gegen die Sanktionen der Europäischen Union hat das Landgericht Münster zwei Männer aus Oelde zu Haftstrafen verurteilt. Die Brüder hatten Waren nach Russland ausgeführt und müssen deshalb jetzt in 37 Fällen voraussichtlich in Haft. Den jüngeren der beiden (34) verurteilte das Gericht zu einer Haftstrafe von vier Jahren und einem Monat, der Ältere (39) soll für drei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis, wie eine Gerichtssprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Das Urteil fiel bereits am 24. August und ist Teil einer Verständigung. Es ist noch nicht rechtskräftig. Verteidigung und Staatsanwaltschaft können Revision beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe einlegen. Die Männer hatten umfassend und sogar über die Anklage hinaus Geständnisse abgelegt, was das Gericht bei den Urteilen zugunsten der Männer auslegte und im vereinbarten unteren Strafrahmen blieb. Das Verfahren konnte so erheblich verkürzt werden.
Angeklagt waren bandenmäßige Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Die Männer haben nach Überzeugung des Landgerichts als Geschäftsführer einer Firma nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine Sanktionen der EU umgangen. Dabei ging es um den Export von Maschinenbauteilen über Briefkastenfirmen in der Türkei und Kirgistan in den Jahren 2023 und 2024. Die Ermittler waren auf 65 Ausfuhren im Wert von knapp 833.000 Euro gestoßen. (dpa)

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Elon Musk mit dem Orden der Freiheit ausgezeichnet. Der entsprechende Erlass wurde am 26. August auf der Website des ukrainischen Präsidenten veröffentlicht. In dem Dokument heißt es, der Gründer von SpaceX und Tesla erhalte den Orden für „herausragende persönliche Verdienste um den Schutz des Lebens von Menschen und der Freiheit“ sowie für die Entwicklung der Beziehungen zwischen der Ukraine und den USA. Die Ehrung kommt in einer Zeit, in der sich Kiew um eine Freigabe von Musks Satelliten-Internetsystem Starlink bei ukrainischen Drohneneinsätzen auf russischem Staatsgebiet bemüht.
Der Orden der Freiheit gehört zu den höchsten staatlichen Auszeichnungen der Ukraine. Es ist der höchste Orden, den ein Ausländer oder Staatenloser von der Ukraine erhalten kann. Aus Deutschland haben ihn bisher 2017 Ex-Bundespräsident Joachim Gauck (CDU) und 2021 Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) erhalten.
Starlink spielt seit Beginn der russischen Invasion eine wichtige Rolle für die ukrainische Armee und die zivile Kommunikation. Zugleich bleibt das Verhältnis zwischen Kyjiw und Musk politisch heikel: Ende Juli bat Selenskyj US-Präsident Donald Trump, bei Musk für eine Ausweitung der Starlink-Nutzung zu werben, damit ukrainische Drohnen auch russische Raketenstellungen auf russischem Gebiet angreifen können. Eine solche Zustimmung liegt bislang nicht vor. (mit dpa)
Bei einer neuen Welle von ukrainischen Drohnenangriffen auf Ziele in Russland sind drei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handele es sich um einen Mann und ein 14-jähriges Kind, teilte der Gouverneur der Region Lipezk, Igor Artamonow, nach Angaben der Agentur Interfax mit. Eine Drohne sei auf ihr Haus gestürzt und habe dieses in Brand gesetzt. Eine weitere Person soll in der Region Belgorod getötet worden sein.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden in der Nacht auf Mittwoch 426 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Auch die Hauptstadt Moskau war Ziel der Angriffe. Die Flughäfen in Tambow, Nischni Nowgorod und Jaroslawl meldeten wegen Luftalarms zeitweise ausgesetzte Starts und Landungen.
In der Region Tambow, etwa 600 Kilometer südöstlich von Moskau, wurde zudem ein weiteres Lager des größten russischen Online-Versandhändlers Wildberries Ziel eines ukrainischen Drohnenangriffs. Der Brand in dem Lager in Kotowsk habe sich auf 100.000 Quadratmeter ausgedehnt, teilte der Gouverneur der Region, Jewgeni Perwyschow, mit. Eine Person wurde demnach verletzt.
Auch die von Russland bereits 2014 annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim wurde angegriffen. Drei ukrainische Marschflugkörper vom Typ „Flamingo“ seien über dem Schwarzen Meer abgefangen worden, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Hafenstadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, in sozialen Netzwerken mit. (dpa/Reuters)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, er setze auf eine weitere Zusammenarbeit mit China und auf Pekings „starke diplomatische Rolle“ bei der Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine. „Frieden kann unser gemeinsamer Erfolg sein“, schreibt Selenskyj auf X. Er danke dem chinesischen Staatschef Xi Jinping für seine Glückwünsche zum Unabhängigkeitstag der Ukraine. (Reuters)
Die slowakische Polizei hat nach eigenen Angaben einen geplanten Brandanschlag auf eine Drohnenfabrik im Osten des Landes vereitelt. Wäre der Anschlag ausgeführt worden, hätte er „einen Großbrand verursachen können“, erklärte die Polizei am Dienstag. Dadurch hätten rund 70 Beschäftigte gefährdet und Sachwerte in Höhe von mehreren zehn Millionen Euro beschädigt werden können. Nähere Angaben zum betroffenen Unternehmen machte die Polizei nicht.
Zwei Verdächtige seien in der Slowakei und ein weiterer in Deutschland festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Weitere Angaben zu den Verdächtigen oder mutmaßlichen Auftraggebern machte die Polizei zunächst nicht. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP lehnte sie zusätzliche Auskünfte ab.
Das EU- und Nato-Mitglied Slowakei grenzt im Osten an die Ukraine. Im Land stellen mehrere Unternehmen Drohnen her, darunter die ukrainische Firma Skyeton.
Die Polizei erklärte, den drei festgenommenen Verdächtigen werde vorgeworfen, „im Auftrag“ gehandelt und den Anschlag vorbereitet zu haben. Keiner der Festgenommenen sei slowakischer Staatsbürger. Die Ermittler seien aufgrund von Informationen des slowakischen Geheimdienstes tätig geworden. Bei ihren Einsätzen beschlagnahmte die Polizei eigenen Angaben zufolge unter anderem eine „große Menge“ eines Brandgemischs sowie Werkzeuge und Mobiltelefone. (AFP)
Wie die „Financial Times“ berichtet, haben Vertreter der US-Regierung die Ukraine vergangene Woche gebeten, am Montag, Dienstag und Mittwoch keine Angriffe mit Langstreckenraketen und Drohnen auf Moskau, St. Petersburg und die nördlichen Regionen Russlands zu verüben. Die Ukraine habe dem zugestimmt. Anlass war offenbar der Besuch von CIA-Chef John Ratcliffe in Russland.
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: