In der südukrainischen Großstadt Cherson sind mindestens vier Menschen durch russischen Artilleriebeschuss getötet worden. Fünf weitere seien durch russische Gleitbomben verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung von Cherson, Jaroslaw Schanko, bei Telegram mit. Es habe Schäden an Busoberleitungen gegeben. Er warnte zugleich vor dem Abwurf von Sprengsätzen. (dpa)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
Russland erhöht nach Angaben des ukrainischen Oberbefehlshabers Oleksandr Syrskyj den Druck auf den Frontabschnitt zwischen Kostjantyniwka und Druschkiwka im Gebiet Donezk.
Nach einem Frontbesuch erklärte Syrskyj, russische Truppen kombinierten dort Angriffe kleiner Infanteriegruppen mit massiven Drohnenattacken, um schrittweise Geländegewinne zu erzielen. Die Ukraine halte ihre Positionen in diesem Abschnitt jedoch weiter, auch russische Umfassungsversuche seien bislang gescheitert.
Nach Angaben des ukrainischen OSINT-Projekts DeepState befindet sich der Großteil von Kostjantyniwka weiterhin unter Kontrolle der ukrainischen Streitkräfte. Im Süden der Stadt gebe es jedoch eine „graue Zone“ entlang der Straße von Bachmut in Richtung Pokrowsk.
Die Stadt Kostjantyniwka gilt als wichtiger logistischer Knotenpunkt im Donbass und spielt eine zentrale Rolle für die Stabilität der ukrainischen Front in diesem Abschnitt. (Valeriia Semeniuk)
Russland hat nach kamerunischen Angaben den Tod von 16 Kamerunern im Krieg gegen die Ukraine bestätigt. Das Außenministerium des zentralafrikanischen Landes teilte dies am Montagabend im staatlichen Rundfunk mit. Es ist das erste Mal, dass sich die Regierung zu einer Beteiligung ihrer Bürger an dem Konflikt äußert.
In einer diplomatischen Note vom Montag ist von „militärischen Auftragnehmern kamerunischer Nationalität“ die Rede. Diese seien in einer Zone für militärische Spezialoperationen im Einsatz gewesen.
Unklar bleibt, wie die 16 Männer in russische Dienste gekommen sind. Die russische Botschaft in Jaunde reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Die Regierung in Kiew hatte im Februar erklärt, dass mehr als 1700 Afrikaner für Russland kämpften. Analysten gehen jedoch von einer höheren Zahl aus. Russische Behörden weisen den Vorwurf der illegalen Rekrutierung afrikanischer Bürger zurück. (Reuters)

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Telefonat im vergangenen Herbst Hilfe für Gespräche über den Ukraine-Krieg angeboten. Das geht aus einem von Bloomberg eingesehenen Gesprächsprotokoll hervor.
Bei dem Telefonat im vergangenen Herbst sagte Orbán demnach, ihre Freundschaft habe ein Niveau erreicht, auf dem er Putin „in jeder Hinsicht helfen“ könne. Laut Protokoll brachte er auch ein Treffen in Budapest ins Spiel.
Hauptthema des Gesprächs war demnach die Möglichkeit eines Treffens zwischen den USA und Russland in Ungarn. Zu einem Gipfel in Budapest kam es aber nicht. (fem)
Russland soll den Iran nach Angaben eines ukrainischen Geheimdienstes bei Angriffen im Nahen Osten mit Satellitenaufklärung unterstützt haben.
Dem Bericht zufolge erfassten russische Satelliten im März bei mindestens 24 Überflügen militärische und strategische Ziele in elf Ländern, darunter US-Stützpunkte, Flughäfen und Ölfelder, und gaben die Daten an Teheran weiter. Wenige Tage später seien mehrere dieser Ziele mit Raketen und Drohnen angegriffen worden.
Der Bericht beschreibt zudem eine enge Zusammenarbeit russischer und iranischer Hacker. Demnach intensivierten vom Iran gesteuerte Gruppen seit Ende Februar ihre Angriffe auf kritische Infrastruktur und Telekommunikationsunternehmen in der Golfregion und arbeiteten dabei mit prorussischen Akteuren zusammen.
Das Weiße Haus erklärte, externe Unterstützung für den Iran beeinträchtige den operativen Erfolg der USA nicht. (Reuters)
Russland profitiert nach Berechnungen der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer von den gestiegenen Rohstoffpreisen auf dem Weltmarkt und nutzt dabei alternative Exportrouten.
Das könnte dem Land einen „unverhofften Geldsegen in historischem Ausmaß“ bescheren. Die Kammer spricht von monatlich mehr als zehn Milliarden Euro zusätzlicher Einnahmen aus dem Export von Öl, Gas und Dünger. Bei einem Ölpreis von 100 Dollar je Barrel könnte Russland demnach pro Jahr rund 72 Milliarden Dollar mehr einnehmen als im Haushalt veranschlagt.
Die Kammer verweist darauf, dass der russische Staatshaushalt stark von Öl- und Gaseinnahmen abhängt und Moskau mit den Exporterlösen auch seinen Krieg gegen die Ukraine finanziert.
Zugleich warnt sie vor den Folgen für Deutschland: Steigende Energie- und Düngerkosten könnten Industrie und Landwirtschaft zusätzlich belasten. (dpa)
Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Stadtbus in Nikopol im Osten der Region Dnipropetrowsk sind nach ukrainischen Angaben drei Menschen ums Leben gekommen. Zwölf Personen seien verletzt worden, teilen ukrainische Behörden mit.
„Das ist ein verheerender Schlag für den öffentlichen Nahverkehr. Es geschah zur Hauptverkehrszeit, gerade als die Menschen auf dem Weg zur Arbeit waren“, erklärt Innenminister Ihor Klymenko auf Telegram. (Reuters)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: