Die russische Regierung dämpft die Erwartungen an den Besuch ihres Sondergesandten Kirill Dmitrijew in den USA. Die Visite bedeute keine Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen zur Ukraine, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Dmitrijew verhandle nicht über eine Beilegung des Konflikts, er leite lediglich eine Arbeitsgruppe für Wirtschaftsfragen. Reuters hatte unter Berufung auf Insider berichtet, Dmitrijew treffe sich in den USA mit Regierungsvertretern, um über ein Friedensabkommen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu sprechen. (Reuters)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
Ukrainische Soldaten haben nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj im Iran-Krieg Angriffe iranischer Drohnen auf Staaten am Persischen Golf abgewehrt.
„Haben wir iranische Shahed-(Drohnen) zerstört? Ja, haben wir. War das nur in einem Land? Nein, in mehreren. Meiner Meinung nach ist das ein Erfolg“, zitierte Selenskyj auf dem Portal X seine eigenen Aussagen in einem Gespräch mit Journalisten.
Der ukrainische Präsident verwies auf Militärexperten, die Kiew vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs in die Region entsandt habe. Die Ukraine habe mehreren Ländern gezeigt, wie man mit Abfangdrohnen arbeite.
Moskaus Streitkräfte setzen im Krieg gegen die Ukraine massiv Drohnen der ursprünglich iranischen Bauart Shahed ein. Der Iran hat als Reaktion auf Luftangriffe der USA und Israels die Anrainerstaaten des Persischen Golfs ebenfalls mit diesem Drohnentyp beschossen. Darauf bot Kiew den Staaten im Nahen Osten und den Golfmonarchien gleich zu Beginn des Iran-Kriegs Hilfe an.
Selenskyj reiste auch selbst in die Region und schloss Vereinbarungen mit Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. (dpa)
Moskau und Kiew haben sich auf eine Feuerpause zu den orthodoxen Osterfeiertagen geeinigt - einen Tag vor Inkrafttreten überziehen sich beide Seiten weiter mit Luftangriffen.
In der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk wurden nach Behördenangaben zwei Menschen durch russische Angriffe getötet. Morgen soll über die orthodoxen Ostereiertage eine 32-stündige Feuerpause in Kraft treten. (AFP)
Die Ukraine hat Russland nach Moskauer Militärangaben in der Nacht mit einem massiven Drohnenangriff überzogen. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es seien 151 gegnerische Kampfdrohnen abgewehrt worden.
Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar, doch den Zahlen nach waren die Gebiete Wolgograd an der Wolga und Rostow im Süden Schwerpunkte der Angriffe.
Seit Donnerstagabend verhängte die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija an mehr als 25 Flughäfen Einschränkungen des Betriebs. (dpa)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, dass Russland die Schaffung einer Pufferzone entlang der Grenze zu Belarus in Betracht zieht. Gleichzeitig könnten die kommenden Monate für die Ukraine schwierig werden, da ein wachsender Druck an der Front erwartet wird.
Selenskyj zufolge könnte sich die Lage bis zum Herbst weiter zuspitzen, insbesondere durch eine mögliche Intensivierung der Kampfhandlungen. Zugleich verwies der ukrainische Präsident auf die unsichere internationale Lage: Sollte es bis August keine greifbaren Fortschritte geben, könnten die USA aus dem Friedensprozess aussteigen.
Darüber hinaus hätten Partner die Ukraine gebeten, Angriffe auf russische Ölraffinerien zu reduzieren, da sie Auswirkungen auf die globalen Ölpreise befürchten. (Yulia Valova)
Die ukrainischen Streitkräfte haben einen Vorteil gegenüber der russischen Armee im Einsatz von Drohnen erlangt, was sich bereits auf die Lage an der Front auswirkt und russische Offensivoperationen verlangsamt. Dies geht aus einem Bericht des Institute for the Study of War (ISW) vom 9. April 2026 hervor.
Die Analysten betonen, dass die Ukraine seit Ende 2025 ihre mittlere Schlagdistanz gegen russische Logistik, Ausrüstung und Personal deutlich ausgeweitet habe, was die Vorbereitung der russischen Frühjahrs-Sommeroffensive erschwere.
Die Analysten unterstreichen, dass die Kombination aus massenhaftem Drohneneinsatz, dem Abfangen russischer UAVs und Angriffen auf Luftverteidigungssysteme einen „kumulativen Effekt“ erzeugt habe, der die russischen Streitkräfte schwäche und ukrainische Gegenangriffe ermögliche.
Dies deute auf eine Verschiebung des Kräfteverhältnisses zugunsten der Ukraine hin. (Yulia Valova)
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Erwartungen an einen schnellen Beitritt der Ukraine deutlich gedämpft. Bei einem Auftritt im Ronald Reagan Institute in Washington sagte er am Donnerstag, für eine Mitgliedschaft fehle derzeit der politische Konsens im Bündnis.
Deutschland, die Slowakei, Ungarn und auch die USA bremsten, sagte Rutte. Deshalb sei das Thema „im Moment“ nicht auf dem Tisch.
Damit relativierte Rutte die Formulierung vom „irreversiblen Weg“ der Ukraine in die Nato, auf die sich die Bündnisstaaten beim Washingtoner Gipfel 2024 verständigt hatten.
Ein Beitritt befinde sich derzeit „nicht in einer Phase aktiver politischer Beratungen“, sagte Rutte. Zugleich betonte er, dass die Nato an anderer Stelle bereits von der Ukraine lerne.
Das Bündnis arbeite daran, Erfahrungen aus dem Krieg in seine Verteidigungsplanung zu übernehmen – insbesondere bei der Abwehr von Drohnen.
Die Ukraine sei auf diesem Feld führend, sagte Rutte. Selenskyj habe deshalb auch Golfstaaten im Umgang mit der iranischen Drohnenbedrohung beraten. (fem)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: