Das US-Verteidigungsministerium dürfte einem Medienbericht zufolge die geplante Lieferung von „Tomahawk“-Marschflugkörpern an Deutschland absagen. Ein Grund dafür sei die Sorge von US-Regierungsvertretern, dass Russland die Stationierung der Präzisionswaffen als Eskalation betrachten und Vergeltung üben könnte, berichtet das Nachrichtenportal „Politico“ unter Berufung auf Insider. Zudem sorge sich die US-Regierung um ihre eigenen schrumpfenden Bestände. In den ersten Wochen des Iran-Krieges seien Tausende „Tomahawk“- und „Patriot“-Lenkwaffen verschossen worden. (Reuters)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schlägt dem russischen Staatschef Wladimir Putin in einem offenen Brief ein Treffen vor, um ein Ende des Krieges zu vereinbaren. Die Mehrheit der Russen sei der ukrainischen Raketen- und Drohnenangriffe, der Inflation und der Treibstoffknappheit überdrüssig und bereit für den Frieden, erklärt Selenskyj. Sollte Putin nicht zu dem Schluss kommen, dass es Zeit für ein Kriegsende sei, werde die Ukraine weiter um ihre Existenz kämpfen. Dies könne Putins Machtposition gefährden. „Es ist eine Tatsache in der russischen Geschichte, die Sie gut kennen: Wenn Russland müde wird, steht ein Wandel bevor“, heißt es in dem Schreiben. (Reuters)
Der ukrainische Präsident Selenskyj hat anlässlich des „Internationalen Tages der unschuldigen Kinder als Opfer von Aggression" ukrainische Opferzahlen genannt. Demnach seien seit Beginn des russischen Angriffskrieges mindestens 700 ukrainische Kinder durch russische Angriffe getötet worden.
„Hinter jeder Zahl steht ein Kind, dessen Zukunft gestohlen wurde. Russland muss für diese Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden", schrieb Selenskyj.
Die tatsächlichen Zahlen liegen wahrscheinlich höher, da der Ukraine Zugang zu Daten aus besetzten Gebieten fehlt. Außerdem wurden tausende ukrainische Kinder nach Russland deportiert.
Bei einem russischen Angriff auf das grenznahe nordostukrainische Gebiet Sumy sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Vier verletzte Frauen seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte Militärgouverneur Oleh Hryhorow bei Telegram mit. Zu den näheren Umständen der Attacke machte er keine Angaben. Die betroffene Siedlung Jampil ist nur etwa 20 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. (dpa)
Französische Kampfflugzeuge sind in der vergangenen Woche im Rahmen eines Nato-Einsatzes elf Mal aufgestiegen, um russische Militärmaschinen über der Ostsee abzufangen. Die hohe Zahl an Abfangeinsätzen könne ein Signal sein, dass Russland in der Woche seines Wirtschaftsforums in St. Petersburg seine Muskeln spielen lassen wolle, sagt der Sprecher der französischen Streitkräfte und spricht von Provokationen.
„Die französische Einheit, die im Rahmen der Nato-Luftraumüberwachung im Baltikum eingesetzt ist, hat mehrere russische Militärflugzeuge abgefangen, die ohne Flugpläne oder Funkkontakt flogen.“ Der Nato-Einsatz „Baltic Air Policing“ sichert den Luftraum der drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, da diese selbst nicht über die nötigen Kapazitäten verfügen. Die Vorfälle folgen auf eine Reihe von Fällen, in denen Militärdrohnen in den Luftraum von Finnland, Estland, Lettland und Litauen eingedrungen waren. Dies hatte die Befürchtung gestärkt, der Krieg in der Ukraine könnte auf die nördlichen Grenzen der Nato zu Russland übergreifen. (Reuters)
Der russische Investitionsbeauftragte Kirill Dmitrijew rechnet der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA zufolge damit, dass es noch in dieser Woche Kontakt zu den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner geben wird. Die beiden hatten zwischen Russland und der Ukraine vermittelt. Die Friedensbemühungen gerieten ins Stocken, nachdem die USA und Israel am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begonnen hatten. (Reuters)
Mehrere europäische Länder haben die EU-Kommission aufgerufen, die Einreisebedingungen für russische Bürger in den Schengenraum zu erschweren. „Es ist zutiefst beunruhigend, eine wachsende Zahl russischer Touristen zu sehen, die Strand- und Badeurlaube in europäischen Ferienorten genießen“, heißt es in einem von elf Ländern unterzeichneten Brief an die Brüsseler Behörde, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag.
Die Staaten fordern darin die Einführung „neuer restriktiver und verbindlicher Maßnahmen“, um die Zahl dieser russischen Touristen in Europa zu begrenzen. Zu den Unterzeichnern gehören neben den neun EU-Ländern Schweden, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Niederlande und Polen auch Norwegen und Island – also nur nord- und mitteleuropäische Staaten. Ihrem Brief zufolge wurden im vergangenen Jahr 477.878 Schengen-Visa an russische Staatsbürger ausgestellt, die meisten davon mit Gültigkeit für mehrere Einreisen. (AFP)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: