US-Präsident Donald Trump sieht die Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg nach einem tödlichen russischen Angriff auf ein Kiewer Wohnhaus gefährdet. Bei dem Angriff auf das Wohnhaus kamen nach ukrainischen Angaben 24 Menschen ums Leben, unter ihnen drei Kinder. „Bis gestern Abend sah es gut aus, aber sie (die Ukrainer) haben einen schweren Schlag erlitten“, sagt Trump zu Journalisten auf seinem Rückflug aus China. Er habe mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über den Konflikt gesprochen, beide Staatschefs wollten ein Ende der Kämpfe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert unterdessen eine Bestrafung Moskaus für den Angriff. (Reuters)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
Nach Angaben der Kinderrechtsorganisation „Save the Children“ sind bislang mehr als 3500 Kinder dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine zum Opfer gefallen. Davon seien 791 Kinder getötet und 2752 verletzt worden, wie die Organisation am Freitag in Berlin mitteilte. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 seien 294 Kinder betroffen gewesen.
Sonia Kush, Landesdirektorin von „Save the Children“ in der Ukraine, sprach von „verheerenden menschlichen Kosten dieses Krieges“ und sah eine „grobe Missachtung von Kindern und ihren Rechten“.
„Save the Children“ beruft sich bei den Zahlen auf einen UN-Bericht. Insgesamt seien laut UN seit Kriegsbeginn 15.850 Zivilistinnen und Zivilisten getötet und zusätzliche 44.809 verletzt worden. (epd)
Immer mehr Staaten unterstützen einen Sondergerichtshof für russische Führungspersonen wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine. Bei einem Außenministertreffen in Chisinau erklärten 34 Mitgliedstaaten des Europarats sowie die EU, Australien und Costa Rica ihre Absicht, dem künftigen Tribunal beizutreten. Nach Angaben des Europarats unterstützen inzwischen 36 der 46 Mitgliedstaaten die Initiative.
Der Gerichtshof soll das „Verbrechen der Aggression“ gegen die Ukraine ahnden und damit eine Lücke in der Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs schließen. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sprach von einem historischen Tag: „Genau wie das Nürnberger Tribunal vor 80 Jahren wird dieser Sondergerichtshof in Den Haag Gerechtigkeit aus den Trümmern des Krieges wiederherstellen.“
Das Ministerkomitee des Europarats beschloss in Chisinau zugleich die Grundlagen für einen Lenkungsausschuss des künftigen Tribunals. Europarats-Generalsekretär Alain Berset nannte dies einen „entscheidenden Schritt“ zur Einrichtung des Sondergerichtshofs.
Die EU-Kommission kündigte zehn Millionen Euro für den Aufbau der neuen Justizbehörde an. Zwölf Europaratsstaaten haben sich der Initiative bislang nicht angeschlossen, darunter Ungarn, die Slowakei, Bulgarien, Malta und die Türkei. (AFP, KNA)
Wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine rückt ein Sondergerichtshof für russische Führungspersonen näher. Bei einem Außenministertreffen in Chisinau befürworteten 36 der 46 Europarats-Mitgliedstaaten ein Sondertribunal für das Verbrechen der Aggression gegen die Ukraine.
Die Staaten kündigten nach Angaben des Europarats ihren Beitritt zu einem neuen erweiterten Teilabkommen an. Auch die Schweiz zählt dazu. Europarats-Generalsekretär Alain Berset sprach von einem entscheidenden Schritt zur tatsächlichen Einrichtung des Gerichtshofs.
Der Sondergerichtshof soll eine Lücke in der Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs schließen und die Hauptverantwortlichen für den Angriffskrieg gegen die Ukraine verfolgen. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha verglich das Vorhaben mit dem Nürnberger Tribunal.
Geplant ist zudem eine Internationale Schadenskommission für die Ukraine. Sie soll auf dem seit 2023 bestehenden Schadensregister aufbauen und Entschädigungsansprüche prüfen. Dem Europarat zufolge sind bereits mehr als 150.000 Anträge eingegangen. (KNA)

Nach dem jüngsten China-Besuch von US-Präsident Donald Trump reist auch der russische Präsident Wladimir Putin in Kürze nach Peking. Dort hoffe er auf Gespräche mit Präsident Xi Jinping über die Visite Trumps, teilt der Kreml mit.
Die Details der Reise seien vereinbart und das genaue Datum werde bald bekanntgegeben, sagt der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Das Treffen werde „sehr bald“ stattfinden. Im Mittelpunkt sollen die bilateralen Beziehungen sowie internationale Themen stehen. (Reuters)
In einem Interview mit dem Sender Fox News sagte der US-Außenminister, Russland verliere monatlich fünfmal so viele Soldaten wie die Ukraine.
Zugleich erklärte der US-Außenminister, die Gespräche über ein mögliches Kriegsende hätten zuletzt an Dynamik verloren. Die Ukraine fühle sich zunehmend sicherer auf dem Schlachtfeld, während Russland wegen steigender Ölpreise optimistischer geworden sei, sagte Rubio.
Die USA seien weiterhin bereit, als Vermittler zwischen Kyjiw und Moskau aufzutreten. Laut Rubio seien die USA das einzige Land, das in möglichen Verhandlungen Fortschritte erzielen könne. (Valeriia Semeniuk)

Die Ukraine und Russland haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kehrten 205 Ukrainer aus russischer Gefangenschaft zurück.
Die heimkehrenden russischen Soldaten seien auf dem Gebiet von Belarus, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Es dankte den Vereinigten Arabischen Emiraten für Vermittlung bei der Aktion.
Der ukrainische Koordinierungsstab für Kriegsgefangene erklärte, es handle sich um die erste Phase des angekündigten Austauschs im Format „1000 gegen 1000“. Die Vereinbarung sei unter Vermittlung der USA zustande gekommen und war Teil der Vereinbarung über eine dreitägige Waffenruhe vom 9. bis 11. Mai. Die Feuerpause schützte vor allem die Militärparade zum russischen Weltkriegsgedenken am 9. Mai.
Unter den Freigelassenen befinden sich demnach Angehörige der ukrainischen Streitkräfte, der Nationalgarde und des Grenzschutzes. Viele von ihnen waren bereits seit 2022 in russischer Gefangenschaft und kämpften unter anderem in Mariupol und im Stahlwerk Asowstal. (Valeriia Semeniuk, Reuters)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: