Das gibt Kreml-Berater Wladimir Medinski bekannt. Beide Seiten tauschen im Verlauf des vollumfänglichen russischen Angriffskrieges, dessen Beginn sich am Dienstag zum vierten Mal jährte, immer wieder ihre Gefallenen aus. (Reuters)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
Nach einem „massiven“ russischen Drohnen- und Raketenangriff auf die Ukraine sind am Donnerstag polnische und verbündete Kampfflugzeuge aufgestiegen. Das teilte das Operative Kommando der polnischen Streitkräfte im Onlinedienst X mit. Demnach habe Polen zur Sicherung des eigenen Luftraums Alarmrotten aktiviert. Zudem seien bodengestützte Luftverteidigungs- und Radareinheiten in erhöhte Bereitschaft versetzt worden.
„Im Zusammenhang mit einem weiteren massiven Angriff der Russischen Föderation auf das Territorium der Ukraine, der mit Luftangriffsmitteln durchgeführt wird, haben Operationen polnischer und verbündeter Luftstreitkräfte in unserem Luftraum begonnen“, erklärte das Kommando.
Neben Kampfflugzeugen seien auch Frühwarnflugzeuge zur Lageüberwachung eingesetzt worden. Die Maßnahmen hätten präventiven Charakter und dienten dem Schutz des polnischen Luftraums, insbesondere in Regionen nahe potenzieller Gefahrenzonen, hieß es weiter. (Valeriia Semeniuk)
Mehr als zwei Drittel der befragten russischen Kriegsgefangenen halten den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nach eigenen Angaben für gerechtfertigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der zivilgesellschaftlichen Organisation LingvaLexa.
Demnach bezeichneten 68,29 Prozent der befragten Soldaten die sogenannte „Spezialmilitäroperation“ als legitim, notwendig oder in gewissem Maße gerechtfertigt.
Unter jenen Gefangenen, die angaben, an russische staatliche Narrative zu glauben, bewerteten rund 88 Prozent den Krieg als gerechtfertigt. Unter denjenigen, die erklärten, russischer Propaganda nicht zu vertrauen, lag dieser Anteil bei 51 Prozent.
Zugleich ergab die Befragung, dass 42,94 Prozent der Kriegsgefangenen der Ansicht seien, der „durchschnittliche Ukrainer“ sei kein vollwertiger Mensch. Im Durchschnitt schätzten die befragten Soldaten den Entwicklungsstand von Ukrainern auf 88 Prozent im Vergleich zu anderen Menschen. (Valeriia Semeniuk)
Im Ukrainekrieg kämpfen auf russischer Seite auch Menschen aus anderen Ländern – darunter aus Afrika und Südamerika. Oftmals werden diese Medienberichten zufolge mit der Aussicht auf Jobs und hohen Gehältern nach Russland gelockt, dann aber an die Front in der Ukraine geschickt. Damit könnte nun Schluss sein. Zumindest sollen aus 43 „freundlichen“ Ländern keine Kämpfer mehr rekrutiert werden, wie die unabhängige russische Nachrichtenseite „iStories“ berichtet. Eine entsprechende Liste sollen russische Behörden an Rekrutierer herausgegeben haben.
Auf der Liste stehen „iStories“ zufolge China, Indien, Brasilien, Südafrika, die Türkei, Kuba, Afghanistan, der Iran und Venezuela. Bereits Mitte 2024 hatte Neu-Delhi Moskau aufgefordert, die Rekrutierung seiner Landsleute einzustellen. (Tsp)

Russland hat die Ukraine in der Nacht mit einem massiven Luftangriff überzogen. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj kamen dabei 420 Drohnen und 39 Raketen zum Einsatz. Ziele waren der Energiesektor sowie andere kritische Infrastrukturen – in acht Regionen entstanden Schäden, Dutzende Menschen wurden verletzt, darunter Kinder.
Nach Raketenalarm erschütterten in den frühen Morgenstunden mehrere Explosionen die ukrainische Hauptstadt Kiew, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichteten. „Die Luftverteidigung ist im Einsatz“, erklärte Tymur Tkatschenko, der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, auf Telegram und rief die Einwohner auf, in Schutzräumen zu bleiben. Russland greife Kiew mit Kampfdrohnen und ballistischen Raketen an, fügte er hinzu.
Die russischen Streitkräfte nahmen nach Angaben von Präsident Selenskyj gezielt die Gasinfrastruktur in der Region Poltawa sowie Umspannwerke in den Gebieten Kiew und Dnipro ins Visier. Die Angriffe konzentrierten sich aber nicht auf die Hauptstadt: In Charkiw meldete Gouverneur Oleh Synjehubow mindestens 14 Verletzte, darunter einen siebenjährigen Jungen. Bürgermeister Ihor Terechow berichtete von zwei Explosionen durch russische Schahed-Drohnen und warnte die Bevölkerung vor weiteren anfliegenden Drohnen und Raketen. Später meldete er einen „kombinierten Luftangriff“ mit Treffern in den Stadtbezirken Schewtschenkiwski und Kyjiwski.
In Saporischschja gab es nach Angaben von Gouverneur Iwan Fedorow mindestens sieben Verletzte. In Krywyj Rih wurde ein 89-jähriger Mann verletzt und ein Hochhaus durch einen Brand beschädigt, wie der Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Oleksandr Ganscha, mitteilte.
Die Angriffe erfolgten kurz vor geplanten Gesprächen zwischen Vertretern der Ukraine und der USA in Genf über mögliche Wege zu einem Ende des Krieges. Das Treffen solle dem für Anfang März geplanten nächsten „trilateralen Treffen mit Russland“ vorausgehen, kündigte Selenskyj zuvor an. In den vergangenen Monaten hat Russland seine Angriffe vor allem auf den ukrainischen Energiesektor konzentriert. (Tsp/Reuters/AFP)
Nach Raketenalarm ist die ukrainische Hauptstadt Kiew am frühen Donnerstagmorgen Journalisten der Nachrichtenagentur AFP zufolge von mehreren Explosionen erschüttert worden. „Die Luftverteidigung ist im Einsatz“, erklärte der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram und rief die Einwohner auf, in Schutzräumen zu bleiben, bis der Alarm aufgehoben wurde. Die russische Armee greife Kiew mit Kampfdrohnen und ballistischen Raketen an, fügte er hinzu.
Zuvor hatten die ukrainischen Behörden Raketenalarm ausgegeben. Die Angriffe beschränkten sich nicht auf die Hauptstadt. In Charkiw im Nordosten der Ukraine waren dem Bürgermeister Ihor Terechow zufolge bei Angriffen russischer Schahed-Drohnen zwei Explosionen zu hören gewesen. Er warnte die Einwohner, in Schutzräumen zu bleiben, da „Drohnen und Raketen auf die Stadt zufliegen“. Später meldete Terechow einen „kombinierten Luftangriff“ mit Treffern in den Bezirken Schewtschenkiwski und Kyjiwski.
Auch die südöstliche Stadt Saporischschja wurde nach Angaben des Regionalgouverneurs Iwan Fedorow angegriffen. Er meldete mehrere Explosionen und mindestens einen verletzten Menschen. In Krywyj Rih wurde bei einem russischen Angriff nach Angaben des Regionalgouverneurs von Dnipropetrowsk, Oleksandr Ganscha, ein 89-jähriger Mann verletzt und ein Hochhaus durch einen Brand beschädigt.
Die Angriffe erfolgten kurz vor geplanten Gesprächen von Vertretern der Ukraine und der USA in Genf über mögliche Wege hin zu einem Ende des russischen Angriffskrieges. Das Treffen solle der Vorbereitung des für Anfang März geplanten nächsten „trilateralen Treffens mit Russland“ dienen, kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an. (AFP)
Die Schweizer Regierung hat ihre Sanktionen gegen Russland im Einklang mit dem Ende des vergangenen Jahres von der EU beschlossenen 19. Sanktionspakets verschärft. „Ab dem 25. April 2026 gilt in der Schweiz ein vollständiges Kauf- und Importverbot von russischem Flüssig-Erdgas (LNG)“, erklärte die Regierung in Bern am Mittwoch. Für bereits bestehende langfristige Lieferverträge werde eine Übergangsfrist bis Ende 2026 gelten.
Die Schweiz, die kein Mitglied der EU ist, hat seit dem Beginn von Moskaus Krieg gegen die Ukraine vor knapp vier Jahren mehrere von Brüssels Wirtschaftssanktionen gegen Russland übernommen. „Die Maßnahme verfolgt das Ziel, Russlands Einnahmen aus dem Verkauf fossiler Brennstoffe zu verringern, die den Krieg gegen die Ukraine maßgeblich mitfinanzieren“, erklärte die Schweizer Regierung.
Bern gab zudem eine Reihe weiterer Maßnahmen bekannt, die in dieser Woche in Kraft treten sollen. Demnach wird die Erbringung sämtlicher Krypto-Dienstleistungen an russische Staatsangehörige und Unternehmen untersagt. Außerdem beschloss der Schweizer Bundesrat eine Meldepflicht für die Durch- und Einreise in die Schweiz von in der EU akkreditiertem russischem diplomatischem Personal. (AFP)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: