„Ich denke, wir kommen einer Einigung nahe“, sagt Trump vor Reportern im Oval Office. Einzelheiten nennt er nicht. (Reuters)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
Die Ukraine hat am Freitag die Evakuierung von Familien mit Kindern aus sieben Ortschaften in der nordöstlichen ukrainischen Region Charkiw angeordnet. Es sei entschieden worden, „Familien mit Kindern zwangsweise aus sieben Dörfern der Gemeinde Stary Saltiw zu evakuieren“, teilte der Leiter der Militärverwaltung der Region, Oleh Synegubow, am Freitag in Onlinediensten mit. In den Siedlungen hielten sich derzeit noch 25 Kinder auf, fügte er hinzu.
Die sieben Ortschaften liegen südlich der Stadt Wowtschansk, deren Einnahme die russische Armee Ende 2025 nach heftigen Kämpfen verkündet hatte. (AFP)
Russland verzeichnete 2025 so viele Anträge syrischer Staatsbürger auf vorübergehenden Schutz wie seit mindestens 15 Jahren nicht mehr: insgesamt 3.196. Das geht aus Daten des russischen Innenministeriums hervor, die laut dem russischen Online-Medium „Werstka“ ausgewertet wurden. Damit vervielfachte sich die Zahl der Anträge gegenüber 2024 um das 4,4‑Fache und lag im Vergleich zu 2023 sogar fast 19‑mal so hoch.
Der Anstieg begann nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024.
Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation „Bürgerhilfe“ flohen zahlreiche Personen aus dem Umfeld der ehemaligen syrischen Führung nach Russland – darunter Familienmitglieder, Beamte, Sicherheitskräfte und Diplomaten, die nach dem Machtwechsel nicht zurückkehrten.
Die Organisation betont laut „Werstka“, dass der ungewöhnlich starke Anstieg der Schutzgesuche sowohl auf die Migrationsbewegungen nach dem Regimewechsel als auch auf Russlands Funktion als Zufluchtsort für frühere Assad-Verbündete hinweist, die möglichen politischen oder rechtlichen Folgen in Syrien entgehen wollen. (Yulia Valova)
Russische Abgeordnete fordern nach Angaben von Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin den Einsatz härterer militärischer Mittel in der Ukraine. Die Mandatsträger bestünden auf „stärkeren Waffen“ und „Waffen der Vergeltung“, schreibt der Vorsitzende der Staatsduma auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Dies sei notwendig, um die Ziele der „speziellen militärischen Operation“ zu erreichen. (Reuters)
Bei der ukrainischen Polizei sind am Freitag innerhalb von knapp drei Stunden mehr als 2000 Meldungen über Bombendrohungen eingegangen. Betroffen waren am Vormittag zwischen 9.30 und 12.10 Uhr (Ortszeit, 10.30 und 13.10 Uhr MSZ) Verwaltungsgebäude, Unternehmen, Banken und Bildungseinrichtungen in fast allen Regionen des Landes, wie die Polizei mitteilte. Ermittler hätten etwa ein Drittel der Meldungen überprüft, an den betroffenen Orten aber keine Sprengsätze gefunden. (AFP)
Nach einer von den USA angestoßenen Vereinbarung haben Russland und die Ukraine Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge ihre Angriffe auf Energieziele eingestellt. „In all unseren Regionen gab es von Donnerstagabend bis Freitag tatsächlich keine Angriffe auf Energieanlagen“, sagt Selenskyj in seiner nächtlichen Videoansprache. Auch die Ukraine habe im Gegenzug auf Schläge gegen russische Energieanlagen verzichtet. Russland konzentriere sich nun stattdessen auf Logistikziele wie Eisenbahnknotenpunkte. Zudem sei bei einem Angriff in Charkiw die Produktionsstätte eines US-Unternehmens beschädigt worden, teilte Selenskyj bereits am Vormittag mit.
„Russland greift absichtlich die Logistikrouten der Ukraine an“, schreibt Ukraines Vize-Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko auf X. Dies sei vorsätzlicher Terror, der auf Menschen und zivilen Transport abziele. (Reuters)
Das US-Verteidigungsministerium hat einen 235‑Millionen‑Dollar‑Vertrag mit dem belgischen Unternehmen Sabena Aerospace Engineering abgeschlossen, berichtet „The Defense Watch“. Der Auftrag umfasst Wartung und Logistik für F‑16‑Kampfflugzeuge, einschließlich jener Maschinen, die an die Ukraine geliefert wurden.
Die Arbeiten finden in Woluwé‑Saint‑Lambert in Belgien statt und sollen bis Ende Januar 2029 abgeschlossen sein. Die Vereinbarung ist Teil der langfristigen US‑Bemühungen, die Einsatzfähigkeit der F‑16 im Rahmen des Foreign‑Military‑Sales‑Programms sicherzustellen – auch für die ukrainischen Streitkräfte im andauernden Krieg. (Yulia Valova)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: