Bei ukrainischen Drohnenangriffen werden in der russischen Stadt Schebekino und in der russischen Grenzregion Belgorod nach Angaben örtlicher Behörden mindestens drei Menschen verletzt. Die Ukraine meldet ihrerseits einen Verletzten in der südöstlichen Stadt Dnipro. (Reuters)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
Zwei russische Kampfjets haben britischen Angaben zufolge im vergangenen Monat über dem Schwarzen Meer ein britisches Aufklärungsflugzeug „mehrfach und gefährlich“ abgefangen. „Dieser Vorfall ist ein weiteres Beispiel für das gefährliche und inakzeptable Verhalten russischer Piloten gegenüber einem unbewaffneten Flugzeug, das im internationalen Luftraum operiert“, sagte der britische Verteidigungsminister John Healey laut einer Erklärung seines Ministeriums am Mittwoch.
„Dieser Vorfall stellt ein ernsthaftes Risiko für Unfälle und eine Eskalation dar“, fügte Healey hinzu.
Die russischen Jets vom Typ Su-35 und Su-27 hatten den Angaben zufolge im vergangenen Monat ein Flugzeug vom Typ Rivet Joint der Royal Air Force abgefangen. Dabei sei eine Su-27 zeitweise bis auf sechs Meter an die Nase des britischen Flugzeugs herangekommen, erklärte das Verteidigungsministerium weiter. In dem britischen Flugzeug wurde dabei das Notfallsystem ausgelöst. (AFP)
Die Ukraine verlegt angesichts einer möglichen neuen russischen Offensive zusätzliche Truppen in den Norden des Landes. Präsident Wolodymyr Selenskyj teilt mit, Geheimdienste hätten Pläne Moskaus für Angriffe in Richtung der Hauptstadt Kiew und der nördlichen Stadt Tschernihiw aufgedeckt.
Es gebe fünf verschiedene Szenarien. Zudem kündigt Selenskyj an, den diplomatischen Druck auf das benachbarte Belarus zu erhöhen. Russland versuche, seinen engen Verbündeten tiefer in den Krieg hineinzuziehen. Stellungnahmen aus Moskau oder Minsk liegen zunächst nicht vor. (Reuters)

Zwischen Russland und den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen verschärfen sich die Spannungen. Auslöser sind die schmerzhaften ukrainischen Drohnenangriffe auf den Nordwesten Russlands – Moskau gibt den Balten eine Mitschuld.
Andererseits schweifen immer wieder ukrainische Drohnen in den Luftraum der drei EU- und Nato-Länder ab – diese vermuten dahinter russische elektronische Kampfführung. Estland hat eine solche Drohne abgeschossen.
Russlands Auslandsgeheimdienst SWR warf Lettland vor, ukrainische Drohnen würden von lettischem Gebiet aus gestartet. Ohne jeden Beleg behauptete der Geheimdienst, ukrainische Drohneneinheiten seien bereits auf mehreren lettischen Militärbasen stationiert.
Unverhohlen drohte der SWR, dass die „Koordinaten der Entscheidungszentren in Lettland bekannt“ seien. Selbst die Nato-Mitgliedschaft werde das Land nicht vor Vergeltung schützen.
Diese Warnung wurde auch von Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja vor dem UN-Sicherheitsrat wiederholt, dem Lettland gegenwärtig als nichtständiges Mitglied angehört.
Die Regierung in Riga und die lettische UN-Vertreterin Sanita Pavluta-Deslandes wiesen die Äußerungen als unverfrorene Lüge zurück. (dpa)
Der ungarische Ministerpräsident Peter Magyar stellt ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Juni in Aussicht, falls eine Einigung über die Rechte der ungarischen Minderheit erzielt wird.
Er hoffe auf einen schnellen Abschluss der Gespräche, sagt Magyar bei einem Besuch in Polen.
Fortschritte bei den Rechten der rund 150.000 ethnischen Ungarn in der Ukraine seien eine Voraussetzung für die Zustimmung Budapests zu einem EU-Beitritt des Nachbarlandes. (Reuters)
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verurteilt die russischen Drohungen gegen die baltischen Staaten.
„Die öffentlichen Drohungen Russlands gegen unsere baltischen Staaten sind völlig inakzeptabel“, erklärt sie auf X.
Eine Bedrohung gegen einen Mitgliedsstaat sei eine Bedrohung für die gesamte Europäische Union.
Russland und Belarus tragen von der Leyen zufolge die direkte Verantwortung für Drohnen, die das Leben und die Sicherheit der Menschen an der Ostflanke der EU gefährden. (Reuters)

Moskau reagiert mit scharfen Worten auf Äußerungen aus Litauen zur militärischen Verwundbarkeit der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad. Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach auf Reisen in Peking von „kurzsichtigen Politikern“ im Baltikum, „die mit Russophobie durchtränkt sind“, wie die russische Nachrichtenagentur Tass meldete.
Weil die baltischen Staaten „geradezu wahnhaft russlandfeindlich“ seien, handelten sie gegen ihre eigenen Interessen, sagte Peskow.
Litauens Außenminister Kestutis Budrys hatte vor Kurzem in einem Interview der „Neuen Zürcher Zeitung“ über die Bedrohung durch Russland und Belarus gesprochen und eine energische Abschreckung durch die Nato verfochten.
Befragt nach dem benachbarten Kaliningrad, sagte er: „Wir müssen den Russen zeigen, dass wir ihre kleine Festung, die sie in Kaliningrad errichtet haben, durchdringen können. Die Nato hat die Mittel, die russischen Luftverteidigungs- und Raketenbasen dort im Ernstfall dem Erdboden gleichzumachen.“
Dies sei ein direkter Aufruf, ein souveränes Land anzugreifen, und beschädige die europäische Stabilität, entgegnete die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. (dpa)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: