Der für den Ölexport wichtige Hafen sei beschädigt und ein Brand ausgelöst worden, teilt der Gouverneur der nordwestrussischen Region Leningrad mit. Die Ukraine hatte zuletzt mehrfach die Ostsee-Häfen Primorsk und Ust-Luga attackiert. Die Öl-Verladung dort musste daraufhin wiederholt gestoppt werden. Die Ukraine verstärkt seit Wochen ihre Drohnenangriffe auf die russische Ölinfrastruktur, um die Einnahmen der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskriegs zu schwächen. (Reuters)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Grenzregion Belgorod ist Behördenangaben zufolge ein Mensch getötet worden. Der Zivilist sei in der Stadt Graiworon bei den kurz nacheinander folgenden Angriffen zweier Drohnen getötet worden, erklärte Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow am Sonntag im Onlinedienst Telegram.
Die Grenzregion Belgorod ist in den vergangenen Wochen wiederholt von Drohnenangriffen getroffen worden. Die russischen Behörden meldeten mehrere verletzte Zivilisten sowie Schäden an Häusern und Fahrzeugen. (AFP)
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der zentralrussischen Region Jaroslawl ist den Behörden zufolge ein Kind getötet worden. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region nordöstlich von Moskau, Michail Jewrajew, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Demnach wurden zudem mehrere Wohnhäuser und ein Einzelhandelsgeschäft beschädigt. Das getötete Kind habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs in einem der Wohnhäuser befunden. Seine Eltern seien in ernstem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert worden. Eine Bewohnerin eines Nachbarhauses sei ebenfalls verletzt worden.
Die russische Flugabwehr habe bei dem Angriff mehr als 30 ukrainische Drohnen abgewehrt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, in der Nacht seien landesweit 155 ukrainische Drohnen über mehreren russischen Regionen zerstört worden, darunter auch über der Region Moskau. (Reuters)
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens drei Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. In der Hafenstadt Odessa sei bei einem nächtlichen Angriff ein Mensch getötet worden, erklärte die örtliche Militärverwaltung am Samstag. Elf weitere Menschen wurden demnach verletzt, unter ihnen ein Kind. Getroffen wurden bei den Angriffen den Angaben zufolge ein Krankenhaus und mehrere Wohngebäude in Odessa.
In der Stadt Krywyj Rih wurden nach Angaben der Regionalverwaltung bei einem morgendlichen Angriff auf ein Industrieunternehmen zwei Männer getötet. Zwei weitere Menschen wurden demnach verletzt. Nach dem Angriff seien Feuer ausgebrochen. (AFP)
Russland schließt nach Worten von Präsident Wladimir Putin eine Wiederannäherung an die europäischen Staaten nicht aus. Es sei klar, dass das Verhältnis zu Europa derzeit in einer Krise sei, sagte Putin nach Kremlangaben bei einer Sitzung des russischen Sicherheitsrates in Moskau. „Wir haben eine Entwicklung dieser Beziehungen, eine Wiederherstellung dieser Beziehungen niemals abgelehnt“, sagte er.
Als Ursache des Zerwürfnisses nannte er zum wiederholten Mal den Sturz des moskaufreundlichen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch nach Massenprotesten 2014. Putin sprach von einem Staatsstreich, der von den USA und mehreren europäischen Staaten unterstützt worden sei. Damit beginne „die Kette tragischer Ereignisse, die sich bis heute in der Ukraine abspielen“.
Putin hatte 2014 auf das Machtvakuum in Kiew reagiert, indem er die ukrainische Halbinsel Krim Russland einverleibte und eine verdeckte Militäroperation in der Ostukraine begann. 2022 befahl er eine Invasion ins Nachbarland. Diese steckt nach vier Jahren militärisch fest. Moskau hält aber an seinen Kriegszielen fest und lehnt bislang eine Mitsprache Europas bei einer Friedensregelung ab.
Der Sicherheitsrat solle sich mit dem Stand der Beziehungen zu den europäischen Staaten, vor allem zur Europäischen Union befassen, sagte Putin. Die Bestandsaufnahme der Beziehungen lieferte bei der Sitzung Außenminister Sergej Lawrow, dessen Vortrag vom Kreml aber nicht zitiert wurde. (dpa)
Sie werde dort gemeinsam mit EU-Außenministern den ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha treffen, kündigt sie an. Bei den Gesprächen solle es um die Unterstützung der EU für die Ukraine gehen. „Wir werden auch mit einer klaren Botschaft kommen, dass Russland für seine Kriegsverbrechen zur Verantwortung gezogen werden muss“, fügt Kallas in einem Beitrag auf der Plattform X hinzu. Sybija zufolge wird es bei den Beratungen um die Unterstützung der EU für sein Land und Möglichkeiten gehen, Druck auf Russland auszuüben. (Reuters)
Die Slowakei hat Interesse an Erdgaslieferungen aus dem rumänischen Tiefsee-Projekt Neptun Deep angemeldet. Vor dem Hintergrund des geplanten Endes russischer Gaslieferungen im kommenden Jahr suche das Land nach Alternativen, sagte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico am Freitag bei einem Treffen mit seinem rumänischen Amtskollegen Ilie Bolojan in Bukarest.
Die Slowakei bleibt trotz der Bemühungen der EU, die Energieabhängigkeit von Russland nach dessen Invasion in der Ukraine 2022 zu beenden, weiterhin stark von russischem Öl und Gas abhängig. Im vergangenen Jahr bezog das Land rund ein Drittel seines Gases aus Russland. Die EU plant, die Einfuhr russischen Gases bis Ende 2027 einzustellen. Die Regierung in Bratislava versucht daher, ihre Gasbestände noch aufzustocken, bevor das EU-Verbot in Kraft tritt. (Reuters)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: