Bei der ukrainischen Polizei sind am Freitag innerhalb von knapp drei Stunden mehr als 2000 Meldungen über Bombendrohungen eingegangen. Betroffen waren am Vormittag zwischen 9.30 und 12.10 Uhr (Ortszeit, 10.30 und 13.10 Uhr MSZ) Verwaltungsgebäude, Unternehmen, Banken und Bildungseinrichtungen in fast allen Regionen des Landes, wie die Polizei mitteilte. Ermittler hätten etwa ein Drittel der Meldungen überprüft, an den betroffenen Orten aber keine Sprengsätze gefunden. (AFP)
Krieg in der Ukraine: Aktuelle Karten, Grafiken und Nachrichten zur russischen Invasion
Die Karte gibt einen möglichst aktuellen und sachlichen Überblick der Situation in der Ukraine. Sie zeigt, welche Gebiete russische Streitkräfte oder Separatisten großteils kontrollieren und welche Gebiete die Ukraine weiterhin verteidigen kann oder zurückerobert.
Die Entwicklung der Kämpfe
Genaue Informationen zur tatsächlichen Anzahl von Kämpfen, Beschuss und Schlachten am Boden zu bekommen ist extrem schwer. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation ACLED wertet deshalb tausende Berichte zu Konfliktereignissen von verschiedenen ukrainischen und internationalen Quellen aus. Dazu kooperiert die NGO auch mit lokalen Projekten in der Ukraine, die Informationen vor Ort beisteuern. Das sind die letzten verfügbaren Zahlen:
Diese Erhebungen enthalten auch Informationen zur Art der Angriffe. Und es ist vermerkt, welche Kriegspartei wen angegriffen hat.
Live-Newsblog
Alle aktuellen Reaktionen, Entwicklungen und Verhandlungen zur Ukraine-Krise lesen Sie in unserem Nachrichtenblog:
In der vergangenen Nacht hat es nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj keine russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur gegeben. Russland verlege den Schwerpunkt stattdessen auf die Logistik. Zudem sei bei einem Angriff in Charkiw die Produktionsstätte eines US-Unternehmens beschädigt worden. (Reuters)
Das US-Verteidigungsministerium hat einen 235‑Millionen‑Dollar‑Vertrag mit dem belgischen Unternehmen Sabena Aerospace Engineering abgeschlossen, berichtet „The Defense Watch“. Der Auftrag umfasst Wartung und Logistik für F‑16‑Kampfflugzeuge, einschließlich jener Maschinen, die an die Ukraine geliefert wurden.
Die Arbeiten finden in Woluwé‑Saint‑Lambert in Belgien statt und sollen bis Ende Januar 2029 abgeschlossen sein. Die Vereinbarung ist Teil der langfristigen US‑Bemühungen, die Einsatzfähigkeit der F‑16 im Rahmen des Foreign‑Military‑Sales‑Programms sicherzustellen – auch für die ukrainischen Streitkräfte im andauernden Krieg. (Yulia Valova)
Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Angaben des Kreml eine persönliche Bitte von US-Präsident Donald Trump erhalten, die Angriffe auf Kiew bis zum 1. Februar einzustellen. Ziel sei es, ein günstiges Umfeld für Friedensverhandlungen zu schaffen.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow wollte sich zunächst nicht dazu äußern, wie Russland auf die Anfrage reagiert. Mittlerweile ist klar: Russland hat der Bitte zugestimmt.
Die Ukraine hat ihrerseits Entgegenkommen signalisiert, falls Russland bei der aktuellen Kältewelle die Energieinfrastruktur verschont. Im Vorfeld der geplanten Gespräche in Abu Dhabi hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits angedeutet, dass sich der Termin verschieben könnte. (Reuters)
Der Anteil der endgültigen Verluste in der russischen Armee ist laut einer Analyse des Zentrums für Initiativen „Povernys zhyvym“ auf 56 Prozent gestiegen. Die Expertinnen und Experten sprechen von einem für moderne Kriege ungewöhnlich hohen Verhältnis von Toten zu Verwundeten.
Ende 2025 kamen demnach fast zwölf Gefallene auf zehn Verletzte – normalerweise überwiegen Verwundete deutlich. Als Gründe nennen sie den intensiven Drohneneinsatz, mangelnde Evakuierungsstrukturen und kleine, schlecht geschützte Infanterieeinheiten. Um die Frontstärke zu halten, müsse Russland monatlich über 35.000 neue Soldaten bereitstellen. (Yulia Valova)
Russland hat die Ukraine nach Angaben Kiews trotz der von US-Präsident Donald Trump verkündeten Zusage Moskaus für eine Feuerpause in der Nacht zum Freitag erneut mit mehr als hundert Drohnen angegriffen. Die russischen Streitkräfte feuerten eine Rakete des Typs Iskander-M ab und setzten 111 Angriffsdrohnen ein, teilte die ukrainische Luftwaffe am Freitag mit. 80 Drohnen seien abgefangen worden.
Angesichts der Minusgrade in der Ukraine hatte Russlands Staatschef Wladimir Putin nach Angaben Trumps am Donnerstag zugesagt, die Angriffe auf Kiew und weitere ukrainische Städte für eine Woche auszusetzen. Der Kreml bestätigte die Feuerpause zunächst nicht.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj deutete an, dass die Feuerpause lediglich für Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur gelten könnte. Er zähle darauf, dass Washington die Vereinbarung durchsetze.
Die Ukraine werde ihrerseits Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur einstellen, sofern Russland dasselbe tue, sagte Selenskyj zu Journalisten Kiew. „Wenn Russland unsere Energieinfrastruktur – Kraftwerke oder andere Energieanlagen - nicht angreift, werden wir ihre nicht angreifen.“ (AFP)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stellt den Zeitplan für die nächste Runde der von den USA vermittelten Gespräche mit Russland infrage. Ort und Zeit des ursprünglich für Sonntag in Abu Dhabi geplanten Treffens könnten sich ändern, sagt Selenskyj vor Reportern. Er wisse derzeit nicht, wann die nächste Begegnung stattfinde. Als Grund nennt er unter anderem Entwicklungen im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran. Zudem sei es wichtig, dass alle vereinbarten Teilnehmer anwesend seien. US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor erklärt, die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner würden am Wochenende nicht nach Abu Dhabi reisen. (Reuters)
Unterstützungszahlungen
Ob die Ukraine langfristig eine Chance gegen die übermächtigen russischen Streitkräfte hat, hängt davon ab, wie viel Ausrüstung und finanzielle Unterstützung sie bekommt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, welche Staaten bisher wie viel Unterstützung leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Folgen des Krieges
Seit der Invasion flüchten Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer. In manchen Ländern suchen bisher besonders viele Menschen Zuflucht: