Gemeinsam mit allen Berlinerinnen und Berlinern finden wir heraus, wem die Häuser der Stadt gehören. Und wie das mit den Mietpreisen zusammenhängt.
Die wichtigsten Ergebnisse
Wichtigste Ergebnisse
10 Gründe für die Recherche
10 Gründe
3. Geldwäsche aufdecken
Mit Berliner Immobilien wird viel Geld gewaschen. Sind die Eigentümer bekannt, ist das weniger leicht möglich.
4. Spekulation transparent machen
Die Öffentlichkeit weiß nicht, welche Investoren den Berliner Immobilienmarkt besonders anheizen. Wären sie bekannt, könnten die Geschäftspraktiken besser reguliert werden.
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Wir haben alle Mieterinitiativen und Beratungsstellen in Berlin recherchiert. Auf einer interaktiven Karte finden Sie zu jeder davon eine kurze Beschreibung und können Initiativen in Ihrer Nähe suchen. Artikel zu den Initiativen lesen.
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Mietergeschichten
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Kaltgemacht
Seit Beginn der Heizperiode am 1. Oktober ist die Heizung in acht von zwölf Wohnungen außer Betrieb. Trotz vielfacher Telefonate und E-Mails vonseiten der Mieter ist bisher keine Änderung dieses Zustands festzustellen.
Einschätzung des Berliner Mietervereins
Heizungsausfall stellt einen Mangel dar, der zur Mietminderung berechtigt. Der Mangel sollte dem Vermieter schriftlich angezeigt werden, verbunden mit der Aufforderung... WEITERLESEN
Heizungsausfall stellt einen Mangel dar, der zur Mietminderung berechtigt. Der Mangel sollte dem Vermieter schriftlich angezeigt werden, verbunden mit der Aufforderung zur Mängelbeseitigung innerhalb einer kurzen Frist. Außerdem sollte der Vorbehalt der Mietminderung erklärt werden. Die Raumtemperaturen sollten täglich gemessen und zusammen mit den Außentemperaturen notiert werden, um den Mangel zu dokumentieren. Bleibt der Vermieter untätig, dürfen Mieter dann für eine Ersatzlösung Heizlüfter anschaffen und die Kosten vom Vermieter zurückfordern. In extremen Fällen wäre die Wohnungsaufsicht zu informieren. ZURÜCK
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Altmieterglück. Wer neu in die Stadt kommt zahlt weit mehr als Bestandsmieter.
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Das Projekt
Häufige Fragen
Was wollen wir erreichen? +
Wir wollen mehr Transparenz auf dem Berliner Immobilienmarkt und eine informierte Debatte ermöglichen, wie die Wohnsituation in dieser Stadt erschwinglich bleiben kann. Viele Eigentümer*innen von Mietwohnungen sind nicht öffentlich. Das betrifft einerseits Mieter*innen, die nicht wissen, in wessen Wohnung sie leben. Von dieser Intransparenz profitieren vor allem Akteure, die im großen Stil mit Wohnungen handeln oder Mietverhältnisse ausnutzen. Wir wollen recherchieren, ob fragwürdige Firmen ihre Geschäfte in Berlin machen, und ob in Einzelfällen Immobilienkäufe zur Geldwäsche genutzt werden. Mit unseren Recherchen können wir zudem prüfen, ob sich Investor*innen an die Vorgabe halten, auch Wohnungen zu sozialverträglichen Preisen anzubieten. Wir wollen mit dieser Recherche außerdem die Frage thematisieren, ob die Geheimhaltung des Immobilienbesitzes in Deutschland noch zeitgemäß ist. Die Grundbücher der Städte und Gemeinden in Deutschland sind untereinander nicht vernetzt. Und der Zugang ist stark reglementiert. Wir sind überzeugt, dass Transparenz den Bürger*innen hilft, die Stadt mitzugestalten. Wenn wir wissen, wie der Immobilienmarkt strukturiert ist, können alle besser diskutieren, was sich ändern muss, damit das Wohnen in Berlin erschwinglich bleibt.
Wie wollen wir das erreichen? +
Wir gehen einen neuen Weg - gemeinsam mit den Mieter*innen dieser Stadt. Denn sie sind diejenigen, die die Eigentümer*innen ihrer Wohnungen kennen oder haben das Recht darauf, es zu erfahren. Dazu nutzen wir die Plattform CrowdNewsroom, die Correctiv bereits erfolgreich eingesetz hat, um „Wem gehört Hamburg“ durchzuführen. Bürger*innen können so selbst aktiv werden und helfen gleichzeitig einer großen Recherche, die mit einem kleinen Team niemals umsetzbar wäre. Konkret bedeutet das: Ab dem 15.10.2018 können sich Bürger*innen hier an der Recherche beteiligen, indem sie Informationen aus ihrem Mietvertrag hochladen, die dann von CORRECTIV- und Tagesspiegel-Journalist*innen verifiziert werden. Die Journalist*innen werten die Daten anschließend aus, recherchieren zu den Hintergründen von fragwürdigen Eigentümer*innen und veröffentlichen Geschichten zum Wohnungsmarkt, die für die Öffentlichkeit relevant sind.
Warum betrifft diese Recherche die Mieter? +
Mieter*innen wissen oft nicht, wer die wahren Eigentümer*innen ihrer Wohnung sind. So müssen die Eigentümer*innen einer Wohnung nicht unbedingt im Mietvertrag aufgeführt sein. Viele Mieter*innen schließen ihren Vertrag mit einer Hausverwaltung ab. Kommt es zu Problemen, ist es für sie oft schwer, die wahren Eigentümer*innen zu erreichen. Große Investor*innen nutzen Wohnungen zunehmend international als Spekulationsobjekte. Sie versprechen ihren Anleger*innen hohe Renditen. Diese müssen sie auch durch höhere Mieten erzielen. Berlin ist für Investor*innen derzeit die lukrativste Stadt in Europa. Dadurch kommt es zu Mietsteigerungen, die an die Grenze des Erlaubten gehen und manchmal darüber hinaus. Von mehr Transparenz profitieren alle: Die Bewohner*innen wissen, in welchen Händen ihre Wohnung ist. Journalist*innen können mit den Informationen auf Missstände hinweisen. Für die Stadt ist es wichtig, zu wissen, wie das Eigentum verteilt ist. Bürger*innen und Politiker*innen können dann gezielter darüber diskutieren, wie eine lebenswerte Stadt für alle gestaltet werden kann.
Können sich neben Mieter*innen auch Eigentümer*innen beteiligen? +
Neben den Mieter*innen können sich natürlich auch Eigentümer*innen beteiligen und uns mitteilen, wo Sie Wohnungen besitzen. Wenn Sie mehrere Wohnungen auf einmal mitteilen möchten, kontaktieren Sie uns am besten per E-Mail an digital(at)tagesspiegel.de. Wir wollen keine Eigentümer*innen an den Pranger stellen. Wir wollen diejenigen benennen, die fragwürdig handeln, oder den Berliner Wohnungsmarkt wesentlich beeinflussen. Wir veröffentlichen daher auch nur Auswertungen von Daten, die das ermöglichen.
Wollen wir Eigentümer*innen bloßstellen? +
Wir greifen mit dieser Recherche keine Privatpersonen oder Firmen an, die Eigentum in der Stadt besitzen. Ganz im Gegenteil: Wir wollen sowohl mit Mieter*innen als auch Eigentümer*innen ins Gespräch kommen. Uns interessieren in erster Linie zwei Fragen: Welche Eigentümer*innen beeinflussen maßgeblich den Wohnungsmarkt und welche Eigentümer*innen handeln fragwürdig oder nachweislich illegal? Die Daten, die wir hier mit Hilfe der Bürger*innen sammeln, geben uns Anhaltspunkte für weitere Recherchen. Später bei Veröffentlichungen werden wir die Namen von einzelnen Eigentümer*innen nur nennen, wenn es ein berechtigtes öffentliches Interesse im Sinne unserer zwei Leitfragen gibt.
Wie kann ich mitmachen? +
Mitmachen können Sie über ein einfaches Online-Formular, den CrowdNewsroom. Der führt durch die verschiedenen Möglichkeiten, den Eigentümer der Wohnung mitzuteilen. Bis hin zu der Möglichkeit, eine Anfrage beim Grundbuchamt zu stellen. So vereinfachen wir einen komplizierten Prozess auf wenige Minuten Ihrer Zeit. Wenn Sie selbst Eigentümer*in Ihrer Wohnung sind, ist die Frage am schnellsten beantwortet. Aber für Mieter*innen ist es oft schwieriger. Nicht selten sind Vermieter*innen im Mietvertrag nicht gleich der Eigentümer*innen. Denn oft sind die Vertragspartner*innen Hausverwaltungen. In dem Fall wollen wir den Mieter*innen helfen, die wahren Eigentümer*innen herauszufinden.
Wichtig ist, dass viele mitmachen: je mehr sich beteiligen, desto mehr Schlüsse über den Immobilienmarkt lassen sich ziehen. Erzählen Sie Ihren Freund*innen und Nachbar*innen von dem Projekt. Teilen Sie wem-gehoert-berlin.de per E-Mail oder auf Facebook, Twitter oder Instagram. Oder schreiben Sie uns eine Mail, wenn Sie interessante Informationen haben, die Sie belegen können.
Was machen wir mit den Daten? +
Wir behandeln die Daten mit größter Sorgfalt. Wir werden keine Informationen veröffentlichen, die Rückschlüsse auf den Informationsgeber*innen zulassen - es sei denn dieser erteilt nach Rückfrage seine Zustimmung. Wir tragen alle öffentlich verfügbaren Daten zusammen und kombinieren diese mit den Einträgen, die Mieter*innen und Eigentümer*innen hochladen. Diese Daten werten wir intern aus.

Später werden wir ausgewählte Daten veröffentlichen. Dabei liegt unser Fokus auf den großen Finanzinvestor*innen und den Organisationen, die fragwürdig handeln. Persönliche Daten sowie die Namen von Besitzer*innen weniger Immobilien werden nicht veröffentlicht.

Aus den Daten können dann Geschichten über besonders problematische Investor*innen entstehen, aber auch Übersichtskarten mit den Eigentumsverhältnissen eines Stadtteils. Was wir keinesfalls veröffentlichen, sind Mietverträge, Nebenkostenabrechnungen oder andere private Dokumente, die Sie uns als Beleg für Ihren Eintrag zu einem Eigentümer*innen anvertrauen.

Weitere Details finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Was passiert wann? +
Wir bereiten das Projekt seit Mai vor. Seit dem 13. Oktober läuft die Recherche. Bis Ende des Jahres arbeiten wir mit Mieter*innen zusammen, um mehr über die Wohnungsinhaber*innen zu erfahren. Die gewonnenen Daten werten wir anschließend ab Dezember für unsere Recherchen aus.
Wer ist Correctiv? +
CORRECTIV ist das erste gemeinnützige Recherchezentrum in Deutschland. Correctiv arbeitet unabhängig und nicht gewinnorientiert. Die Redaktion finanziert sich ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge von Unterstützer*innen. Wenn Sie mehr über uns erfahren und uns unterstützen möchten: CORRECTIV unterstützen.
Wie können Sie uns kontaktieren? +
Es gibt Recherchen, die selbst größere Redaktionen nicht so einfach alleine stemmen können. Wir schmeißen das technische und Investigative Know How der Experten in unseren Redaktionen für dieses Projekt zusammen, um einer der größten gegenwärtigen Herausforderungen Berlins auf den Grund zu gehen. Oder schreiben Sie uns eine Mail.

Projekt

Berlin gilt längst als wichtigster europäischer Investitionsstandort auf dem Immobilienmarkt. Während die Mieten in der Hauptstadt explodieren, fahren Investor*innen hohe Renditen ein. Die Besitzverhältnisse sind dabei häufig intransparent. Deswegen recherchieren die Redaktionen von Tagesspiegel und CORRECTIV die nächsten Monate gemeinsam mit Ihnen, den Mieter*innen Berlins. Je mehr mitmachen, desto aussagekräftiger ist am Ende unser Rechercheergebnis. Teilen Sie uns mit, wer die Eigentümer*innen Ihrer Wohnung sind – oder wir finden es gemeinsam heraus.

Die Ergebnisse fließen konstant zurück mit in unsere Recherche. An der arbeiten zurzeit unter anderem: Andreas Baum, Anne-Lise Bouyer, Reinhart Bünger, Ruth Ciesinger, Justus von Daniels, Madlen Haarbach, Felix Hackenbruch, Laura Hofmann, Christian Hönicke, Judith Langowski, Hendrik Lehmann, David Meidinger, Leonhard Rosenauer, Hannes Soltau und Helena Wittlich .

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