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Alles nur günstige Mietwohnungen?

Wie Genossenschaften tricksen können

Mehr als 100 Genossenschaften vermitteln Wohnraum in Berlin. Wohnungssuchende vermuten oft, dort könne man zu besonders sozialen Konditionen leben. Das stimmt nicht immer. Ein Überblick.
Mehr als 100 Genossenschaften vermitteln Wohnraum in Berlin. Wohnungssuchende vermuten oft, dort könne man zu besonders sozialen Konditionen leben. Das stimmt nicht immer. Ein Überblick.

Günstig, demokratisch, mit lebenslangem Wohnrecht: Genossenschaften gelten als das Nonplusultra auf dem Berliner Wohnungsmarkt. Die schwarz-rote Landesregierung hat deswegen angekündigt, im Einzelfall auch Grundstücke an „gemeinwohlorientierte Wohnungsbaugenossenschaften“ verkaufen zu wollen, damit diese bauen können. Schaut man sich die vielfältige Berliner Genossenschaftslandschaft an, so offenbaren sich Grauzonen – die auch Modellen die Tür öffnen könnten, die vielleicht weniger das Gemeinwohl im Blick haben.

Aktuell sind laut dem Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) rund 200.000 der insgesamt gut zwei Millionen Berliner Wohnungen im Besitz der etwas mehr als 100 Wohnungsgenossenschaften. Sie fordern seit langem, einfacher, an landeseigene Grundstücke zu kommen, um bauen zu können.

Die rot-grün-rote Regierung hatte vereinzelt Grundstücke an Genossenschaften verkauft, wie eine Tagesspiegel-Anfrage zeigt. Soweit es sich rekonstruieren lässt, handelt es sich überwiegend um kleine Splittergrundstücke oder Altfälle, deren Vergabe bereits vor dem Jahr 2016 beschlossen worden war, wie zum Beispiel die „Schöneberger Linse“.

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Das Team

Kevin P. Hofmann
Redigatur
Teresa Roelcke
Recherche und Text
Lennart Tröbs
Design und Visualisierung
Helena Wittlich
Redigatur und Produktion
Veröffentlicht am 19. Januar 2023.