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Länderanalyse: Corona im Iran

Die Zahl der Toten steigt immer schneller

Der Iran gilt als typisches Beispiel für einen neuen Anstieg der Coronafälle nach Lockerungen. Allerdings sinkt die Zahl der „aktiv“ Erkrankten. Wie passt das zusammen?
Der Iran gilt als typisches Beispiel für einen neuen Anstieg der Coronafälle nach Lockerungen. Allerdings sinkt die Zahl der „aktiv“ Erkrankten. Wie passt das zusammen?
Desinfektionsmittel-Shop in einer Teheraner Metro-Station am 22. Juli 2020. Foto: AFP
Eine Familie im Auto-Circus in Teheran am 22. Juli 2020. Foto: Reuters

Am Dienstag erreichte der Iran einen traurigen Rekord: 229 Corona-Tote wurden an diesem Tag registriert. Das sind mehr als im Iran je zuvor an einem Tag gemeldet wurden.

In letzter Zeit wuchs das Interesse an Corona-Indikatoren, die mehr sagen als die reine Zahl aller bisherigen Fälle oder Toten. Einer davon: die sogenannten „aktiven Fälle”. Das sind alle bekannten Infektionen, die noch nicht mit der Genesung oder dem Tod endeten. Der Iran zeigt: Eine sinkende Anzahl „aktiver Fälle“ muss nicht immer eine gute Nachricht sein. Denn die Zahl sinkt nicht nur, wenn viele Menschen wieder gesund sind, sie geht auch nach unten, wenn viele Patienten sterben. Vom 19. Auf den 20. Juli sank die Zahl aktiver Fälle zum Beispiel um 102 Menschen – an dem Tag gab es aber auch 209 Todesfälle.

In unserer neuen wöchentlichen Coronadaten-Kolumne schaue ich mir den Iran genauer an.

Die Autoren

Jonas Bickelmann
Text & Recherche
David Meidinger
Datenvisualisierung
Veröffentlicht am 24. Juli 2020.