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Alle Fallzahlen nach
Kreisen und Ländern
Alle Corona-Fälle in den Landkreisen, Bundesländern und weltweit

 
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Fälle pro 100.000 Einwohner über

Die Karte zeigt, wo sich das Coronavirus besonders ausbreitet. Dabei gibt es teils große Unterschiede, in welchen Regionen Deutschlands es insgesamt die meisten Coronafälle gab, wo die zweite Welle am stärksten wütet – und welche Landkreise die meisten Todesfälle verzeichnen. Hinter der Karte stehen Dutzende Journalistinnen und Journalisten, Programmierer, Forschende und Freiwillige, um die aktuellsten Zahlen aus allen Regionen zusammenzutragen. Weil wir die Fallzahlen direkt bei den Stadt- und Landkreisen abfragen, können wir neue Fälle oft schneller melden als das RKI.

Es sagt in einer globalen Pandemie wenig aus, wie hoch die Fallzahlen in Deutschland sind, ohne sie ins Verhältnis zu setzen. Der Vergleich zwischen verschiedenen Ländern liefert Anhaltspunkte, wo sich das Virus gerade wie schnell verbreitet – und welche politischen Maßnahmen wirksam sind. Aber Vorsicht! Die Fallzahlen verschiedener Ländern sind nie 1:1 vergleichbar. Es wird unterschiedlich getestet und die Dunkelziffer kann sehr ungleich sein.

Corona-Fallzahlen
im internationalen Vergleich

Die Kurven zeigen die Zahl der Coronafälle in verschiedenen Ländern oder Regionen im Vergleich. Sie können zwischen Gesamtzahlen seit Beginn der Pandemie und den neu gemeldeten Fällen umschalten. Außerdem können Sie zwischen absoluten Zahlen und den Werten pro Kopf wechseln, den angezeigten Zeitraum ändern und eine andere Skala nutzen. Mit Hilfe der Länderlegende lassen sich die Länder einzeln auswählen.

Je höher die Fallzahlen pro Kopf, desto wahrscheinlicher, dass SARS-CoV-2 Menschen erwischt, die man kennt. Eine höhere Todeszahl ist hingegen nicht nur ein Indikator dafür, dass es mehr Fälle in einer Region gibt, sondern kann auch bedeuten, dass die Gesundheitssysteme dort überlastet sind – oder noch nie sonderlich gut waren. Und es ist oft ein Hinweis darauf, wie schnell die Zahl der Coronafälle in der jeweiligen Region gestiegen ist.

Schnellübersicht

Folgende Grafik zeigt die Coronazahlen in Deutschland, Berlin und weltweit auf einen Blick. Angezeigt werden die neuen Fälle pro Tag, die Gesamtzahl aller bisherigen Fälle und die Todesfälle pro Tag. Außerdem zeigen wir die Zahl der aktiven Fälle, also gemeldete SARS-CoV-2-Fälle abzüglich gestorbener und genesener Patienten. Das erlaubt eine grobe Abschätzung, wie viele Menschen gerade mit dem Virus infiziert sind – selbstverständlich zuzüglich der noch weitaus größeren Zahl unerkannter Infektionen. Sie können auch die Entwicklung der Fallzahlen in den Weltregionen, in einzelnen Staaten oder den Bundesländern miteinander vergleichen. Klicken Sie dazu in die entsprechenden Auswahlfelder über den Grafiken und wählen oder tippen Sie den Namen des gewünschten Landes in das Feld.

Dass die Zahl der neuen Fälle an manchen Tagen stark nach unten geht, ist oft irreführend. Es hat häufig mehr mit Verzögerungen bei Testergebnissen in Laboren oder langsameren Behördenmeldungen am Wochenende zu tun als mit der tatsächlichen Entwicklung der Fallzahlen. Daher ist der laufende Mittelwert über sieben Tage ein relevanteres Indiz dafür, wann Maßnahmen erfolgreich sind und die Kurve wirklich abflacht.

[Der Umgang mit Corona ist international so unterschiedlich, dass wir uns regelmäßig Ländern und Phänomenen in einzelnen Analyseartikeln widmen. Da erklären wir, warum die Slowakei gerade zwei Drittel der Bevölkerung getestet hat, wie Großbritannien 15.000 Fälle wegen Excel verlor, wie Ungarn mit populistischer Politik scheiterte und wie unlogisch der Umgang mit inländischen und ausländischen Risikogebieten ist. Das und mehr gibt’s wöchentlich in unserer Länderkolumne für Abonnenten.]

Warum wir die Zahlen selbst erheben

Die Fallzahlen in Deutschland kommen oft erst mit Verzögerung bei der Bevölkerung an: Erst kommt die Ansteckung, dann Symptome bei den Betroffenen. Manche werden schließlich getestet. Dann wird auf die Ergebnisse gewartet. Und erst dann beginnt das langsame Meldewesen: von Landkreisen über Bundesländer bis zur Gesamtzahl der Infizierten im Land.

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Damit das schneller geht, nutzt das Tagesspiegel Innovation Lab neben eigener Recherche das Prinzip des Crowdsourcing. Unter der Leitung der Firma Risklayer und des Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology am Karlsruher Institut für Technology (KIT) werden die Meldungen von knapp 400 einzelnen Websites der Kreisämter gesammelt und mehrfach verifiziert. Zweifelhafte Angaben werden von der Redaktion durch Anfragen bei den Behörden geprüft. Zusätzlich werden Daten des Robert Koch-Instituts und der Bundesländer herangezogen. So können wir lokale Entwicklungen und Ausbrüche meist schneller zeigen als andere.

Die aktuellen Testzahlen

Die Zahl der gemeldeten Fälle hängt nicht nur davon ab, wie viele Menschen infiziert sind, sondern wie viel die Behörden überhaupt testen können – oder wollen. Um die Teststrategie und die Auslastung der Testkapazitäten einzuschätzen, sind zwei Zahlen wichtig: Die durchgeführten Tests und der Anteil positiver Tests. Was die Kennzahlen bedeuten, erklären wir detailliert hier. Wie sich die Kennzahlen entwickeln, zeigen folgende Kurven.

Die Auslastung der Intensivbetten

Wenn Menschen mit schweren COVID-19-Verläufen aufwendig medizinisch versorgt werden, lassen sich viele Todesfälle abwenden. Das geht aber nur, so lange es nicht zu viele schwere Verläufe gleichzeitig gibt. Zwei Kennzahlen erlauben hier eine Einschätzung: Die Anzahl von COVID-19-Fällen auf Intensivstationen in Deutschland. Und die Auslastung der Intensivstationen insgesamt.

Was diese Zahlen genau bedeuten, erklären wir detailliert hier. Die Covid-Fälle machen bislang nur einen kleinen Teil der intensivmedizinischen Behandlungen aus. Fragil ist die Situation trotzdem. Denn auch andere brauchen Intensivbetten. Unfälle, Schlaganfälle, schwere Krankheiten machen keine Pause, weil Corona grassiert. Krankenhäuser verschoben 2020 bereits viele Eingriffe, um die Intensivstationen zu entlasten.

Aktuelle Risikogebiete, Reisewarnungen und Infektionszahlen weltweit

Reisen sind durch Corona besonders heikel geworden. Nicht alle können darauf verzichten – sei es aus Liebe, Trauer oder Transportgründen. Die nachfolgende Tabelle zeigt einen vereinfachten Überblick der Fallzahlen pro Land. Neben der Inzidenz der letzten fünf Wochen sehen Sie, ob das RKI das jeweilige Land oder einzelne Regionen derzeit als Risikogebiet einstuft und ob das Auswärtige Amt eine Corona-Reisewarnung ausgeprochen hat. Das ist wichtig für die Rechtssicherheit bei bestimmten Reisen.

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Risiko:
alle Länder
ohne Reisewarnung
kein Risiko­gebiet
wenige Neuinfektionen
wenige Fälle
*Neuninfizierte pro Kopf
**letzte 7 Tage, pro 100.000
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In diesem Artikel sammeln wir die wichtigsten aktuellen Fallzahlen aus Deutschland und weltweit. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht von weiteren besonders lesenswerten Recherchen, Analysen und Grafiken:

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Alle Grafiken in diesem Text werden regelmäßig aktualisiert. Schauen Sie also bald wieder vorbei!

Daten und Quellen
Woher kommen die Zahlen?

Hier machen wir transparent, woher die Informationen in diesem Artikel stammen. Sollten Sie Fehler finden oder bessere Echtzeit-Datenquellen kennen, schreiben Sie uns gerne eine Mail an digital@tagesspiegel.de.

Fallzahlen in den Landkreisen und kreisfreien Städten

Die Fallzahlen in den Landkreisen und kreisfreien Städten stammen von den jeweiligen Websites der Landkreise sowie anderen offiziellen Quellen aus der Region, die diese in unterschiedlichen Abständen aktualisieren. Diese sammeln die Firma Risklayer und das Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology am Karlsruher Institut für Technology (KIT) gemeinsam mit dem Tagesspiegel Innovation Lab.

Im Verlauf der Pandemie gibt es in vielen Landkreisen immer wieder Korrekturen. Das kann sogar dazu führen, dass die Gesamtzahl der gemeldeten Fälle in diesen Landkreisen wieder sinkt. So kann sich herausstellen, dass Getestete doch in einem anderen Landkreis gemeldet sind. Auch technische oder menschliche Fehler in den Ämtern der Landkreise können Grund für solche Korrekturen sein.

Im Verlauf der Zeit, wurden außerdem häufig die Erhebungsweise oder Meldeweise für Coronafälle geändert. Manche Landkreise haben beispielsweise zeitweise auch Erkrankte gemeldet, die zwar alle Symptome von Covid-19 vorweisen und Kontakt zu einer Person hatten, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, selber aber nicht getestet wurden. Die Landesbehörden und das Robert Koch-Institut (RKI) hingegen zählen diese Fälle nicht als Covid-19-Erkrankte. Einige der kommunalen Gesundheitsbehörden haben daher nachträglich ihre Fallzahlen an die Kriterien der Landesbehörden angepasst, nicht aber rückwirkend korrigiert.

Die Unterschiede in den Zahlen, die sich dadurch ergeben, sind in manchen Regionen sehr signifikant, etwa im Landkreis Mettmann in Nordrhein-Westfalen. Dort hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen beschlossen, die Zählweise in allen Landkreisen einheitlich zu gestalten. Von nun an sollten nur noch laborbestätigte Fälle gemeldet werden dürfen. So entstand in Mettmann am 20. April 2020 eine Differenz von 216 Fällen zu den vorherigen Fallzahlen. “Uns wäre es bedeutend lieber gewesen, bei unserer differenzierten Darstellung bleiben zu dürfen“, erklärt der dortige Gesundheitsamtsleiter Rudolf Lange. „Die aus dem epidemiologischen Zusammenhang eindeutig diagnostizierten Fälle aus der Betrachtung herauszunehmen, blendet deren Existenz aus bzw. verbannt sie in den Dunkelzifferbereich.”

Ähnlich ist die Situation in der Stadt München: Dort hat es am 6. Juni 2020 laut eigener Angaben eine Software-Umstellung des Gesundheitsamtes gegeben, die nur erlaubt, getestete Personen als Covid-19-Erkrankte zu melden. Im Zuge dieser Umstellung hat die lokale Gesundheitsbehörde ihre Fallzahlen überprüft und nach unten korrigiert. Hierbei wurden ebenfalls Erkrankte herausgerechnet, die Symptome zeigten und Kontakt zu einer erkrankten Person hatten, aber nicht getestet wurden. Weitere Gründe waren laut der Gesundheitsbehörde Doppelzählungen und Umzüge von Asylbewerbern.

Auch der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat am 8. Juni 2020 seine Fallzahlen um 55 Fälle nach unten korrigiert. Als Grund wird hier ebenfalls eine Software-Umstellung in den Gesundheitsbehörden genannt. Nun werden nur noch laborbestätigte Fälle gemeldet. Die epidemiologischen Fälle hat der Landkreis aus der Statistik entfernt.

Korrigiert ein Landkreis diese Zahlen auch in den historischen Daten aus den Tagen davor, übernehmen wir die Korrekturen. Liegen diese nachträglichen Korrekturen nicht vor, sinken in unseren Darstellungen die Fallzahlen an bestimmten Tagen, um transparent zu zeigen, dass es hier Änderungen im Berichtswesen der Regionen gab. Diese Korrekturen durch die Ämter werden bei der Berechnung der Neuinfektionen von uns nicht berücksichtigt.

In vielen Landkreisen sind diese sogenannten „epidemiologischen Fälle” allerdings weiterhin in den Statistiken enthalten. Da diese Fälle zwar von den Gesundheitsämtern, aber nicht vom RKI gezählt werden, kann es also sein, dass die Gesamtzahl der vom Landkreis gemeldeten Fälle dauerhaft höher ist als die gemeldeten Fälle des RKIs. Eine klare eindeutige bundesweite Regelung gibt es dafür bis heute leider nicht.

Um die Zahlen noch aktueller und belastbarer zu bekommen, suchen wir noch weitere Freiwillige, die sich noch an der Recherche beteiligen möchten. Falls Sie sich daran beteiligen möchten diese Echtzeitdatenbank zu verbessern schreiben Sie uns eine Mail an digital@tagesspiegel.de.

Fallzahlen in den deutschen Bundesländern

Wir berechnen die Fallzahlen der Bundesländer aus den Angaben der einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte. Diese können von den Zahlen des RKI abweichen. Da die Landkreise ihre Zahlen oft zunächst an die Landesbehörden übermitteln, die diese dann an das RKI melden, kann es teilweise zeitliche Verzögerung von einigen Tagen geben.

Weltweite Fallzahlen

Globale Daten zu den Infektionsfällen werden vom Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University in Baltimore aus einer Vielzahl von Quellen zusammengetragen, und auf einem eigenen Dashboard visualisiert. Wir beziehen die Daten in regelmäßigen Abständen automatisiert von dem Github-Projekt, wo die Universität die Daten zum Download anbietet. Sie werden in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Dabei kann es zu Verzögerungen kommen, bis verschiedene Länder ihre Fälle bestätigt und anschließend weitergemeldet haben. Für Frankreich nutzen wir aktuell die offiziellen Angaben des französischen Gesundheitsministeriums.

Angaben zu Genesenen

Die Angaben zu genesenen Personen sind in Deutschland nicht meldepflichtig. Dennoch veröffentlicht die Mehrheit der Landkreise dazu Zahlen auf ihren Webseiten. Diese werden für die entsprechenden Landkreise auch auf unserer Karte angezeigt.

In einigen Land- und Stadtkreisen ist ein gemeinsames Gesundheitsamt für beide Kreise zuständig. Manche Kreisverwaltungen geben deshalb nur eine Gesamtzahl der Genesenen in Stadt- und Landkreis an. In diesen Fällen zeigen wir die Zahl der Genesenen an, die das RKI für diesen Landkreis angibt. Meldet ein Landkreis die Zahl der Genesenen gar nicht, so zeigen wir dort ebenfalls die Zahlen des RKI an.

Für die Angaben der Genesenen pro Bundesland sowie für Gesamtdeutschland nutzen wir die Angaben des RKI. So kann es zu Abweichungen bei den Angaben der aktiven Fälle auf Landes- und Bundesebene des RKI kommen. Wir werden dieses Problem erst lösen können, wenn alle Landkreise sauber die Menschen melden, die schon wieder von Covid-19 genesen sind.

Angaben zu Verstorbenen

Die von den gemeldete Zahl der Todesfälle umfasst zum einen jene Patienten, die direkt an der Krankheit Covid-19 gestorben sind. Zum anderen enthalten die Angaben der Landkreise auch Personen, die Grunderkrankungen hatten und mit Covid-19 gestorben sind, bei denen sich aber nicht klar nachweisen lässt, was die genaue Todesursache war. Zwischen “an” und “mit” Covid-Gestorbene unterscheiden bisher nur sehr wenige Landkreise, sodass wir die Zahl der mit Covid-19 Verstorbenen anzeigen, wie sie auch das Robert-Koch-Institut erfasst.

Einschränkungen der Daten

Wie zuverlässig diese Zahlen insgesamt sind, hängt von vielen Faktoren ab. Beispielsweise davon, wie schnell die Betroffenen zum Arzt gehen, ob das Virus erkannt wird oder eben, wie und wann es von den offiziellen Stellen weitergemeldet wird.

Es ist davon auszugehen, dass die tatsächliche Zahl der Infizierten unbekannt ist, da nach aktuellem Erkenntnisstand Menschen auch nur sehr milde Symptome aufweisen können, obwohl sie mit dem Virus infiziert sind. Alle Angaben sind daher als Näherungswerte anzusehen. Sie vermitteln dennoch einen signifikanten Eindruck davon, wie sich die Lage in verschiedenen Teilen Deutschlands und weltweit entwickelt.

Angaben zu Testzahlen und Testpositivraten

Wie viele Tests in einer Woche durchgeführt wurden und wie viele der Getesteten das Virus in sich trugen, veröffentlicht das RKI jeden Mittwoch. Gezählt wird pro Test, nicht pro Person: Wird also jemand zwei Mal getestet, erhöht sich die Zahl der durchgeführten Tests um zwei. Außerdem können die Labore Tests nachmelden. Dann erhöht sich die Testanzahl im Nachhinein.

Angaben zu Intensivbetten

Die Zahl der derzeit belegten Intensivbetten stammen aus dem „DIVI-Intensivregister“. Alle Krankenhäuser müssen ihre Intensivkapazitäten täglich bis 12 Uhr mittags melden. Sie teilen dem Register mit, wie viele der Intensivbetten derzeit belegt sind. Dazu sind sie seit Mitte April gesetzlich verpflichtet. Das Projekt Intensivregister weist darauf hin, dass sich die zugrundeliegende Gruppe der COVID-19-Intensivpatient*innen durch Verlegungen und Neuaufnahmen von Tag zu Tag verändern, während die Fallzahl unter Umständen gleich bleibt. Seit 16. April ist die Meldung an das Register für alle Kliniken mit Intensivstation verpflichtend. Nicht jedes Intensivbett ist dabei von einer Covid-19-Patientin oder einem -patienten belegt. Es können Erkrankte mit Herzproblemen oder einem Schlaganfall sein, aber auch Menschen, die einen schweren Unfall hatten.

Welche Kapazitäten das Register meldet

In den Angaben des DIVI zu Kapazitäten sind auch Kinder-Intensivbetten enthalten – Mitte November waren es rund 10 Prozent. Diese Betten können auch nur für Kinder genutzt werden, bisher waren aber in Deutschland erst fünf Kinder mit Corona auf der Intensivstation. Für die Einschätzung der Intensivkapazitäten sind also nur die Erwachsenen-Plätze entscheidend. Seit dem 3. August melden die Krankenhäuser nicht nur die bestehenden Betten, sondern auch die Notfallreserven Intensivbetten, die innerhalb von sieben Tagen aktiviert werden können. Allerdings kann auch Pflegepersonal an Corona erkranken oder in Quarantäne müssen. Dann fallen Betten weg – 2,5 pro Pflegekraft, die nicht ersetzt werden kann. Das DIVI-Intensivregister ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, kurz DIVI, und dem RKI, finanziert vom Bundesgesundheitsministerium.

Inspiration

Wir lesen kontinuierlich Datenanalysen zu COVID-19 aus aller Welt und versuchen, die besten Analysen und Darstellungen weiterzudenken. Einige Analysen und Visualisierungen weltweit zum Coronavirus haben wir hier, hier und hier gesammelt.

Für die Darstellung der Deutschlandkarte in diesem Artikel haben wir uns von Artikeln von Zeit Online, der New York Times, Funke Interaktiv und zahlreichen anderen Visualisierungen inspirieren lassen.

Über die Autorinnen und Autoren

Yannik Achternbosch
Datenrecherche
Jonas Bickelmann
Datenrecherche
Nina Breher
Datenrecherche
Michael Gegg
Webentwicklung, Scraping & Datenverarbeitung
Manuel Hirzel
Datenverarbeitung
Manuel Kostrzynski
Style
Hendrik Lehmann
Projektredaktion & Text
David Meidinger
Webentwicklung, Scraping & Datenverarbeitung
Helena Wittlich
Daten & Recherche
Veröffentlicht am 17. März 2020.
Zuletzt aktualisiert am 27. November 2020.