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Coronavirus Live
Alle Fallzahlen nach
Kreisen und Ländern
Alle Corona-Fälle in den Landkreisen, Bundesländern und weltweit

 
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Fälle pro 100.000 Einwohner über

Die Karte zeigt, wo sich das Coronavirus besonders weit ausgebreitet hat und in welchen Regionen Deutschlands die Fallzahlen besonders hoch sind. Das Virus verbreitet sich über das, was uns zu Menschen macht: Nähe. Gespräche am Tisch, Sport im Team, politische Treffen, zärtliche Berührungen. Weltweit konnte sich das Coronavirus mit seiner Taktik der Zwischenmenschlichkeit ausbreiten [zur Weltkarte]. Das Virus zeigt, wie verwundbar unsere Nähe uns macht.

Wie gut wir es schaffen, diese Nähe einzuschränken, wird darüber entscheiden, wo die Kurven der Corona-Toten so stark steigen wie in Italien und den USA. Schon jetzt gibt es auch hierzulande große Unterschiede bei den Todeszahlen nach Bundesländern.

Wenn Sie in der interaktiven Grafik zwischen den absoluten Zahlen und der Fallzahl pro 100.000 Menschen umschalten, lässt sich noch besser erkennen, wo die Kurven einen besonders bedrohlichen Verlauf nehmen. 10.000 Tote in den USA mit fast 300 Millionen Einwohnern bedeuten etwas anderes als 10.000 Tote in Italien mit seinen 60 Millionen Menschen.

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Je höher die Quote pro Kopf desto wahrscheinlicher, dass es Menschen trifft, die man kennt. Eine höhere Todeszahl ist aber auch ein Indikator dafür, dass die Gesundheitssysteme in den jeweiligen Regionen überlastet sind – oder noch nie sonderlich gut waren. Und es ist ein Indikator dafür, wie schnell die Zahl der Corona-Fälle in der jeweiligen Region gestiegen ist.

Coronavirus-Fälle, aktive Fälle und Neuinfizierte im Vergleich

Die Kurven zeigen die Fallzahlen in Deutschland, Berlin und weltweit: Die Gesamtzahl aller bisher gemeldeten Fälle, die Zahl der aktiven Fälle – also die gemeldeten SARS-CoV-2-Fälle abzüglich gestorbener und genesener Patienten. Und die Zahl der Neuinfektionen pro Tag.

Wie gut die Pandemie abgemildert werden kann, zeigt sich besonders deutlich in der Zahl der Neuinfektionen. Dass diese an manchen Tagen nach unten gehen, kann irreführend sein. Es hat häufig mehr mit Verzögerungen bei Testergebnissen in Laboren oder langsameren Behördenmeldungen am Wochenende zu tun als mit der tatsächlichen Entwicklung der Fallzahlen. Die Zahl der aktiven Fälle macht deutlich, dass der weitere Verlauf der Kurven noch recht lange unklar bleiben wird. Auch bei den weltweiten Fallzahlen sah es zeitweise so aus, als würde die Kurve abflachen.

Wo die Coronavirus-Fälle am stärksten steigen

Dann entstanden neue Infektionsketten – verteilt über den Globus. Jede dieser Ketten war der Ausgangspunkt von exponentiellem Wachstum an einem neuen Ort. Genauso kann leider weiterhin jeder Ort wieder Ausgangspunkt für eine neue Welle werden. Die folgende Grafik zeigt, wie unterschiedlich die Fallzahlen sich nach wie vor in den verschiedenen Regionen entwickeln.

Die Zahlen der Infizierten in Deutschland kommen oft erst mit Verzögerung bei der Bevölkerung an: Erst kommt die Ansteckung, dann Symptome bei den Betroffenen. Manche werden schließlich getestet. Dann wird auf die Ergebnisse gewartet. Und erst dann beginnt das langsame deutsche Meldewesen: von Landkreisen über Bundesländer bis zur Gesamtzahl der Infizierten im Land.

Damit das schneller geht, nutzt das Tagesspiegel Innovation Lab die Schwarmintelligenz Dutzender Freiwilliger. Unter der Leitung der Firma Risklayer und des Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology am Karlsruher Institut für Technology (KIT) werden die Meldungen direkt von den knapp 400 einzelnen Websites der Kreisämter gesammelt und mehrfach verifiziert – mithilfe von Dutzenden Freiwilligen. Zusätzlich werden Daten des Robert-Koch-Instituts und der Bundesländer herangezogen, sollten sie aktueller sein. Dadurch zeigt sich: Die Zahlen der Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus sind meist weitaus höher als sie auf nationaler Ebene von den offiziellen Stellen gemeldet werden.

Diese absoluten Zahlen können aber täuschen, wie das Liniendiagramm oben zeigt, wenn man sich die Fälle der Infizierten pro 100.000 Einwohner anzeigen lässt. Denn nicht ein Bundesland infiziert sich mit einem Virus – Menschen tun es. Und davon wohnen beispielsweise in NRW mit Abstand am meisten in Deutschland. So wirkte die Zahl der Fälle dort, gerade zu Beginn, besonders hoch. Rechnet man die Zahl der Fälle allerdings auf 100.000 Einwohner hoch, fällt auf: Am stärksten betroffen waren schon recht bald andere Bundesländer.

Wie man sich richtig die Hände wäscht

Große Teile der europäischen Bevölkerung haben sich inzwischen ins Homeoffice begeben, in vielen Städten gelten laxe bis strenge Ausgangssperren, in manchen eine Maskenpflicht. Doch an vielen Orten werden die Beschränkungen nun wieder gelockert.

Wer Dinge außerhalb seines Hauses angefasst hat, hilft sich und allen anderen am meisten durch viel Abstand – und richtiges Händewaschen. Ein Kinderspiel? Denkste! Welche Stellen viele Menschen gerne vergessen, zeigt die folgende Grafik:

Quelle: South ChinasMorning Post, Infografik: Katrin Cremer, Felix Möller

Was in den ersten Wochen des Corona-Ausbruchs in Deutschland galt, gilt weiterhin: Bleiben Sie möglichst oft Zuhause, wenn Sie es können! Halten Sie noch etwas Abstand zu anderen, auch wenn es schwerfällt! Denn das Virus führt uns vor, dass die Trennung zwischen einzelnen Menschen genauso fiktiv ist wie die Trennung zwischen Körper und Welt. Wir “betreten” die Welt mit unseren Füßen, “begreifen” sie mit unseren Händen, “besprechen” sie mit unseren Mündern.

Deswegen ist der richtige Umgang mit dem Virus zwangsläufig unnatürlich. Aber auch wenn die Krankheit einen selbst nicht schlimm trifft: Wer will schon dafür verantwortlich sein, dass der Opa, die Kollegin mit Vorerkrankung oder der befreundete Asthmatiker stirbt? Hände, Nase, Augen, Mund: Für SARS-COV-2 sind Menschen offene Wunden, die darauf warten, infiziert zu werden. Manche Menschen können sich das schlicht nicht leisten.

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Alle aktuellen Nachrichten und Reaktionen zum Coronavirus SARS-CoV-2 werden von Dutzenden Kolleginnen und Kollegen kontinuierlich in unserem Tagesspiegel News-Blog zum Coronavirus zusammengetragen.

Die aktuellsten News zum Coronavirus in Berlin sammeln wir in unserem Newsblog zu Corona in Berlin.

Dutzende weitere Datenanalysen, Karten und interaktive Grafiken gibt es auf der Übersichtsseite des Tagesspiegel Innovation Labs.

Alle Diagramme und Karten in diesem Text werden regelmäßig aktualisiert. Schauen Sie also bald wieder vorbei!

Daten und Quellen
Woher kommen die Zahlen?

Hier machen wir transparent, woher die Informationen in diesem Artikel stammen. Sollten Sie Fehler finden oder bessere Echtzeit-Datenquellen kennen, schreiben Sie uns gerne eine Mail an digital@tagesspiegel.de.

Fallzahlen in den Landkreisen und kreisfreien Städten

Die Fallzahlen in den Landkreisen und kreisfreien Städten stammen von den jeweiligen Websites der Landkreise sowie anderen offiziellen Quellen aus der Region, die diese in unregelmäßigen Abständen aktualisieren. Diese sammeln die Firma Risklayer und das Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology am Karlsruher Institut für Technology (KIT) in engem Austausch mit dem Tagesspiegel Innovation Lab.

Da es bei den Erhebungen der Fallzahlen immer wieder zu Veränderungen kommt, kann es vorkommen, dass Landkreise ihre Fallzahlen korrigieren und diese dann sinken. Das kann etwa daran liegen, dass Getestete doch in einem anderen Landkreis gemeldet sind, die Behörden aufgrund neuer Erkenntnisse andere Zählwege beschließen oder es zu technischen Problemen bei der Übermittlung kommt. Kommt es aufgrund solcher veränderter Zählweisen zu negativen Fallzahlen, werden diese bei der Berechnung der Neuinfektionen nicht berücksichtigt, weil es sich um eine statistische Korrektur handelt.

So hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen beschlossen, die Zählweise in allen Landkreisen einheitlich zu gestalten. Gemeldet werden von nun an nur noch laborbestätigte Fälle. Nicht mehr gemeldet werden Erkrankte, die zwar alle Symptome von Covid-19 vorweisen und Kontakt zu einer laborbestätigten Person hatten, aber nicht getestet wurden. Deshalb korrigieren gerade zahlreiche Landkreise in Nordrhein-Westfalen ihre Fallzahlen nach unten. Andere Bundesländer könnten folgen.

Um die Zahlen noch aktueller und belastbarer zu bekommen, suchen wir noch weitere Freiwillige, die sich noch an der Recherche beteiligen möchten. Falls Sie sich daran beteiligen möchten diese Echtzeitdatenbank zu verbessern schreiben Sie uns eine Mail an digital@tagesspiegel.de.

Fallzahlen in den deutschen Bundesländern

Wir berechnen die Fallzahlen der Bundesländer aus den Angaben der einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte. Diese können von den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) abweichen. Da die Landkreise ihre Zahlen oft zunächst an die Landesbehörden übermitteln, die diese dann an das RKI melden, kann es eine zeitliche Verzögerung von einigen Tagen geben.

Weltweite Fallzahlen

Globale Daten zu den Infektionsfällen werden vom Center for Systems Science and Engineering der Johns Hopkins University in Baltimore aus einer Vielzahl von Quellen zusammengetragen, und auf einem eigenen Dashboard visualisiert. Wir beziehen die Daten in regelmäßigen Abständen automatisiert von dem Github-Projekt, wo die Universität die Daten zum Download anbietet. Sie werden in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Dabei kann es zu Verzögerungen kommen, bis verschiedene Länder ihre Fälle bestätigt und anschließend weitergemeldet haben. Für Frankreich nutzen wir aktuell die offiziellen Angaben des französischen Gesundheitsministeriums.

Angaben zu Genesenen

Die Angaben zu genesenen Personen sind in Deutschland nicht meldepflichtig. Dennoch veröffentlicht die Mehrheit der Landkreise dazu Zahlen auf ihren Webseiten. Diese werden für die entsprechenden Landkreise auch auf unserer Karte angezeigt.

In einigen Land- und Stadtkreisen ist ein gemeinsames Gesundheitsamt für beide zuständig. Manche Kreisverwaltungen geben deshalb nur eine Gesamtzahl der Genesenen in Stadt- und Landkreis an. Diese Fälle werden nicht auf der Karte nach Landkreisen angezeigt. Wir rechnen die Angaben aber in unserer Übersicht nach Bundesländern mit ein.

Für die Gesamtzahl der Genesenen in Deutschland nutzen wir die Angaben aus dem Situationsbericht des RKIs, der einmal am Tag erscheint. Zwischen beiden Zahlen gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verzögerung. Wir werden dieses Problem erst lösen können, wenn die noch mehr Landkreise die Menschen melden, die schon wieder von Covid-19 genesen sind.

Angaben zu Verstorbenen

Die von den gemeldete Zahl der Todesfälle umfasst zum einen jene Patienten, die direkt an der Krankheit Covid-19 gestorben sind. Zum anderen enthalten die Angaben der Landkreise auch Personen, die Grunderkrankungen hatten und mit Covid-19 gestorben sind, bei denen sich aber nicht klar nachweisen lässt, was die genaue Todesursache war. Zwischen “an” und “mit” Covid-Gestorbene unterscheiden bisher nur sehr wenige Landkreise, so dass wir die Zahl der mit Covid-19 Verstorbenen anzeigen, wie sie auch das Robert-Koch-Institut erfasst.

Einschränkungen der Daten

Wie zuverlässig diese Zahlen insgesamt sind, hängt von vielen Faktoren ab. Beispielsweise davon, wie schnell die Betroffenen zum Arzt gehen, ob das Virus erkannt wird oder eben, wie und wann es von den offiziellen Stellen weitergemeldet wird.

Es ist davon auszugehen, dass die tatsächliche Zahl der Infizierten unbekannt ist, da nach aktuellem Erkenntnisstand Menschen auch nur sehr milde Symptome aufweisen können, obwohl sie mit dem Virus infiziert sind. Alle Angaben sind daher als Näherungswerte anzusehen. Sie vermitteln dennoch einen signifikanten Eindruck davon, wie sich die Lage in verschiedenen Teilen Deutschlands und weltweit entwickelt.

Inspiration

Wir lesen kontinuierlich Datenanalysen zu COVID-19 aus aller Welt und versuchen, die besten Analysen und Darstellungen weiterzudenken. Besonders beachtliche Analysen und Visualisierungen weltweit aus den letzten Wochen haben wir hier, hier und hier gesammelt.

Für die Darstellung der Deutschlandkarte in diesem Artikel haben wir uns von Artikeln von Zeit Online, der New York Times, Funke Interaktiv und zahlreichen anderen Visualisierungen inspirieren lassen.

Über die Autorinnen und Autoren

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Datenrecherche
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Datenrecherche
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Webentwicklung, Scraping & Datenverarbeitung
Manuel Kostrzynski
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Projektredaktion & Text
David Meidinger
Webentwicklung, Scraping & Datenverarbeitung
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Recherche
Veröffentlicht am 17. März 2020.
Zuletzt aktualisiert am 6. Mai 2020.